Chromebooks

Daten, Bilder, Videos: Die Chromebooks von Samsung und Acer

Vergleichsweise hohe Preise könnten Chancen schmälern
AAA

Weißes Series 5 von SamsungWeißes Series 5 von Samsung Der Suchmaschinen-Riese Google steigt immer mehr auch ins Hardware-Geschäft ein, auch wenn die Geräte von anderen Herstellern gefertigt werden. Bei den neuen Chromebooks, die mit dem Cloud-Betriebssystem Chrome OS ausgestattet sind, ist die Wahl auf Acer und Samsung gefallen. Damit hat Google zwei der größten Notebook-Hersteller der Welt für sein System begeistern können.

Das Chromebook von Samsung trägt den Namen Series 5 und besitzt ein 12,1 Zoll großes Display mit einer Auflösung von 1 280 mal 800 Pixel. Der Helligkeitswert wird mit 300 Nit angegeben. Auf den ersten Blick ähnelt das Chromebook von Samsung mit seinem großen Touchpad ohne Buttons - die komplette Fläche ist klickbar - der Chiclet-Tastatur und dem charakteristischen Display-Scharnier verdächtig dem Macbook von Apple. Nachdem Apple und Samsung bereits wegen dem Design der Samsung-Smartphones im Clinch liegen, könnte hier das nächste Ungemach drohen. Offensichtlich hat Samsung auch das Vorab-Chromebook Google Cr-48 entwickelt. Die Tastatur erntete von ersten Testern Lob, das Touchpad scheint ab und an während des Klickens den Cursor zu verschieben.

Als Prozessor kommt mit dem Intel Atom N570 der aktuelle Dual-Core-Chip zum Einsatz, 2 GB Arbeitsspeicher und eine mit 16 GB klein ausgefallene SSD machen die Eckdaten komplett. Der Akku soll Laufzeiten von über acht Stunden aktiver Nutzung ermöglichen. Das 1,48 Kilogramm schwere Chromebook, das in Schwarz oder Weiß erhältlich sein wird, kommt mit WLAN sowie optional einem UMTS-Modem zur Kommunikation. Als Schnittstellen gibt es zwei USB-Ports, einen Speicherkartenleser, einen Mini-VGA-Ausgang inklusive Adapter sowie einen Headset-Port. HDMI wird nicht unterstützt. Das System hatte im Hands-On keine Probleme mit HD-Videos bis 720p, bei 1080p kam es zu Rucklern, die aber auch der Netzwerkgeschwindigkeit geschuldet sein können.

Chromebooks sind nicht billig

Flache Tastatur und HDMI-AusgangFlache Tastatur und HDMI-Ausgang Das zweite Chromebook kommt von Acer und ist mit einem 11,6 Zoll großen Bildschirm ausgestattet. Auch hier gibt ein Dual-Core-Prozessor von Intel den Takt vor. Das geringere Gewicht von 1,34 Kilogramm hat Acer neben dem etwas kleineren Display wohl auch einem kleineren Akku zu verdanken, denn hier werden nur sechs Stunden Laufzeit angegeben. Dafür bringt das Acer-Chromebook einen HDMI-Ausgang mit, die restlichen Schnittstellen sind identisch. Optisch ähnelt es mit seiner flachen Tastatur und dem vertraut wirkenden Gehäuse dem aktuellen Netbook-Design von Acer.

Unter dem Strich steht wie immer der Preis, und der hat es in sich. In den USA werden für das Chromebook von Samsung 429 Dollar ohne und 499 Dollar mit 3G-Unterstützung fällig. Das Modell von Acer schlägt mit 349 bzw. 399 Dollar zu Buche. Diese Preise werden hierzulande wohl wieder einmal eine zu eins in Euro umgerechnet oder maximal wenig reduziert, denkbar sind etwa 400 Euro für das Samsung Series 5 ohne UMTS. Das ist dann schon wirklich eine Menge Geld, vor allem bei dem geringen Speicherplatz und einem Betriebssystem, das längst nicht so gut ausgestattet ist wie Windows oder Linux. Die Hersteller müssen sich hier wohl in Sachen Werbung - Stichwort Provider-Aktionen für die 3G-Modelle - oder Sonderangeboten ordentlich strecken, um die Chromebooks in den Massenmarkt zu bringen. Für Unternehmen und Studenten wird Google Abo- oder Leasing-Modelle anbieten, um die Geräte vergleichsweise günstig anbieten zu können. ab dem 15. Juni sollen die Chromebooks in Deutschland zum Vorbestellen verfügbar sein, die Auslieferung kurz danach beginnen.

Chromebook von Samsung im Hands-On

Bei Engadget gibt es bereits ein erstes Hands-On mit dem Chromebook von Samsung, das auf der Google I/O in San Francisco entstanden ist.

Videos auf dem Samsung Series 5

Die US-Blogger von This Is My Next konnten vor Ort ebenfalls einige Zeit mit dem Samsung Series 5 verbringen und zeigen das Chromebook im Hands-On, vor allem die Video-Fähigkeiten.

Weitere Meldungen zu Chromebooks