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Callthrough 2.0: Zwei Dienste im Test

16.04.2010
11:00

Prepaid-Callthrough mit VoIP-Merkmalen und Online-Verwaltung

Inhaltsverzeichnis:

1. Klassisches Callthrough vor allem für Mobilfunknutzer
2. Test: Anmeldung und erste Einrichtung
3. Weitere Features und Preise
Von Daniel Molenda
Kunden alternativer Festnetzanbieter oder reine Mobilfunknutzer stehen vor dem Problem, dass Call by Call nur aus dem Festnetz der Deutschen Telekom verfügbar ist. Um günstiger zu telefonieren, stehen dann Callthrough- und Callback-Dienste zu Verfügung. Diese können aus nahezu allen Netzen per Festnetz- oder Sonderrufnummer angewählt werden und vermitteln das Gespräch zur Zielrufnummer weiter. Es fallen also Gebühren für die Anwahl der Plattform und für die Verbindung zur Zielrufnummer an. In der Summe können jedoch deutlich geringere Kosten anfallen als beim Gespräch über den regulären Tarif, vor allem in ausländische Netze sowie zu Sonderrufnummern. Callthrough-Plattformen mit Festnetznummern ermöglichen Flatrate-Kunden günstige Gespräche, da hierbei die Anwahl der Vermittlungsplattform kostenlos ist. Es fällt nur der vom Callthrough-Anbieter tarifierte Preis zum Gesprächsziel an. Die Abrechnung erfolgt hier in der Regel im Prepaid-Verfahren nach einer Anmeldung.

Die Verwendung von Callthrough per 0180er-Einwahlnummer wird mit der Telefonrechnung bezahlt und bedarf daher keiner Anmeldung. Diese Plattformen sollten mit Bedacht und nur für das Umgehen sehr teurer Mobilfunktarife verwendet werden. Schon die Anwahl kostet aus dem Mobilfunknetz meist 42 Cent pro Minute. Die Vermittlungsgebühr zur Zielrufnummer ist jedoch bereits enthalten. Bei sehr teuren Tarifen kann sich dies zwar lohnen, es empfiehlt sich indes auch ein Tarifwechsel.

Callthrough mit neuen Merkmalen

Erfreulich ist, dass Callthrough-Preise vergleichsweise stabil zum umkämpften Call-by-Call-Markt sind. Tägliche Preisschlachten finden hier (bislang) nicht statt. Wer häufig zu bestimmten Zielen im Ausland oder zu Sonderrufnummern telefoniert, kann mit Callthrough sparen. Da das Anlegen und Pflegen zahlreicher Accounts bei Callthrough-Diensten umständlich ist, sollten Nutzer einen oder zwei passende Anbieter auswählen.

Callthrough ist zwar durch die deutlich längeren Einwahlnummern weniger komfortabel als Call by Call. Bewegung in den Callthrough-Markt kam jedoch durch die Verknüpfung des Einwahlverfahrens mit Voice-over-IP-Verbindungen, Videotelefonie und Online-Management, wodurch neue Angebote entstande. Daher haben wir zwei einschlägige Dienste getestet, die eine einfachere Handhabung, gute Gesprächsqualität und günstige Preise versprechen. Soviel vorweg: Tiefstpreise sind zwar nicht zu erwarten, aber in der Regel deutlich günstigere Gebühren als bei herkömmlichen Mobilfunk- und Festnetztarifen und tatsächlich neue Ideen in der Handhabung von Callthrough-Diensten.

toolani und Callavista im Vergleich

Die umständliche Handhabung von Callthrough-Diensten durchbrechen die Anbieter toolani sowie KlaTro (Callavista Phone) mit einer besonderen Methode: Nutzer können online ein Telefonbuch anlegen und erhalten dabei für jeden Kontakt eine individuelle Ersatznummer im deutschen Festnetz, die auf dem eigenen Telefon dauerhaft als Kontakt gespeichert werden kann. Voraussetzung zur Nutzung ist die kostenlose Anmeldung auf der Webseite der Anbieter. Nutzbar sind die Tarife von toolani und Callavista aus dem Mobilfunk und aus dem Festnetz. Technisch gesehen werden die Gespräche ab der Einwahlplattform über das Internet geführt, sofern die Bandbreite beim Anbieter dafür ausreicht. Die Verbindungen werden laufend einem Monitoring unterzogen. Sollte die Gesprächsqualität einmal nicht ausreichen, erfolgt ein Rückfall auf klassische Telefoncarrier, im Fall von Callavista auf Leitungen von BT Germany und Colt.

Die Anbieter des Tests im Portrait

toolani (altind. für "endlos") besteht seit Oktober 2008, startete im österreichischen Markt und ist seit 2009 auch in Deutschland tätig. Eine Guthabenaufladung ab 5 Euro ist per Kreditkarte, Paypal oder Lastschrifteinzug möglich, per Überweisung auf ein deutsches Konto auch in beliebiger Höhe. Wenn gewünscht, kann der zuletzt per Kreditkarte oder Lastschrift gezahlte Betrag automatisch aufgeladen werden, sobald das Guthaben beim Telefonieren unter 3 Euro fällt.

Die KlaTro GmbH war lange zuvor schon als Internet-by-Call-Anbieter bekannt und startete sein Callthrough-Angebot Callavista ebenfalls zunächst in Österreich, im Dezember 2009 auch im deutschen Markt. Guthabenaufladungen sind ab 10 Euro per Kreditkarte, Paypal oder Überweisung auf ein deutsches Bankkonto möglich. 70 Prozent der Kunden bezahlten laut dem Unternehmen mit Paypal, der Rest per Kreditkarte, Überweisungen kämen kaum vor. Demnächst soll es die Möglichkeit der automatischen Aufladung geben. Eine Guthabenauszahlung ist zwar grundsätzlich möglich. Callavista berechnet jedoch 5 Euro Bearbeitungsgebühr je Auszahlungsvorgang. Daher ist bei der automatischen Guthabenaufladung Vorsicht geboten. Die Beträge sollten nicht zu hoch angesetzt werden.

Auf der nächsten Seite erfahren Sie die Testergebnisse und ob sich das Telefonieren mit den Callthrough-Diensten lohnt.

Bild: Telekom / teltarif.de Telefonieren Sie vom Handy oder Festnetz?
   
 
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Meinungen und Erfahrungen der Community:

Betreff Autor Datum
RE: aha telerich 06.06.10 21:21
RE: 0180 für 2,9 Cent? Fehler? spunk_ 17.04.10 10:29
0180 für 2,9 Cent? Fehler? M.Schulz8 17.04.10 09:40
RE: aha handytim 16.04.10 11:45
Beitrags-Index ]  [ Thread-Index ] 

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Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2013-02 Erwachsene ab 14 Jahre