KF15

Leo-Kirch-Erben offenbar an Fußball-Bundesliga interessiert

Hamburger Abendblatt: KF15 sammelt Geld für alle Bundesliga-Rechte ein
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Der Kampf um die TV-Rechte an der Fußball-Bundesliga könnten spannender werden als erwartet. Als Big-Player rechnete bislang jeder mit Sky und der Telekom (Liga total!) im Bereich der Live-Berichterstattung. Ferner wurden Namen wie ESPN ins Spiel gebracht. Bei der Highlight-Berichterstattung kursierten zudem neben der ARD (Sportschau) auch Namen wie der der Online-Plattform Yahoo!. Das Hamburger Abendblatt bringt nun einen alten Bekannten ins Spiel, der allen Beteiligten den Rechte-Erwerb schwerer machen könnte, als erwartet: Leo Kirch bzw. seine Erben.

Leo Kirchs Erben haben offenbar Interesse an TV-Rechten der BundesligaLeo Kirchs Erben haben offenbar Interesse an TV-Rechten der Bundesliga Leo Kirch ist ein ehemaliger Medienmogul in Deutschland. Er gründete einst den Digital-Pay-TV-Sender DF1, der dann mit Premiere (heute Sky) fusionierte. Immer wieder mischte er auch bei den Rechten für die Bundesliga mit. Im Sommer diesen Jahres starb der Kirch. Sein Medienimperium war bereits Jahre zuvor in finanzielle Schieflage geraten und zerbrochen. Ganz aus dem Medienbereich hat er sich jedoch nie verabschiedet. Das zeigt nun auch ein Bericht des Hamburger Abendblattes: Schon lange vor seinem Tod wurde die Firma KF15 gegründet, die seiner Frau Ruth und Ziehsohn Dieter Hahn geführt wird.

Dem Bericht zufolge ist KF15 dabei, Investoren einzusammeln. Mit den gesammelten Geldern soll sich die Firma um "sämtliche Übertragungsrechte an der Fußball-Bundesliga" bewerben. Diese werden in den nächsten Monaten ausgeschrieben und sind ab der Saison 2013 neu zu vergeben.

KF15 verstrickt mit Liga total! und Sky

Nach Angaben des Mediendienstes kress ist KF15 ist mit 18,7 Prozent an Constantin Medien beteiligt, dem Betreiber des Sportsenders Sport1 und des Produktionsdienstleisters Plazamedia. Constantin ist zudem für die Redaktion und Produktion von Liga total! zuständig, Plazamedia wickelt die technische Realisierung des Sky-Sportprogramms ab.

Im Juli war durch einen Zeitungsbericht bekannt geworden, dass die Bundesliga-Rechte bei der kommenden Ausschreibung nach einem anderen Prinzip vergeben werden sollen als bislang. Die Rechte sollen in mehrere Blöcke aufgeteilt werden.

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