
15 Firmen dürfen um die Bundesliga-Rechte mitbieten
Der Vorstand des Ligaverbandes der
Fußball-Bundesliga hat im Rahmen seiner heutigen
Sitzung 15 Interessenten für die nationale Ausschreibung audiovisueller
Verwertungsrechte ab 2013/14 zugelassen. Ursprünglich hatten
sich
45 Unternehmen für die Rechte interessiert. Darunter waren jedoch
auch viele Anwaltskanzleien und kleinere
Sportrechte-Agenturen, die
schlicht einen Blick in die Ausschreibungsunterlagen werfen wollten.
Die zugelassenen Unternehmen werden in den nächsten Tagen die vollständigen
Ausschreibungsunterlagen zugesandt bekommen, teilte die Deutsche Fußball-Liga (DFL) heute
in einer Pressemitteilung mit. Anschließend können
die Interessenten in den kommenden Wochen Informationsgespräche mit der
DFL führen, ehe am 2. April die erste Bieter-Runde endet.
Voraussetzung für die Zulassung war die Einreichung eines entsprechenden
Antrags sowie die Überweisung einer Schutzgebühr im fünfstelligen Bereich.
Die Bewertung durch den
Ligavorstand erfolgte nach Darstellung der DFL anschließend anhand einer Reihe mit dem Bundeskartellamt
abgestimmter Kriterien, auf die die Unternehmen im Rahmen des Zulassungsantrags
einzugehen hatten. Diese Kriterien beziehen sich demnach beispielsweise auf eine angemessene
Bonität, die technische Reichweite, das Interesse des Unternehmens an einer
optimalen Verwertung der Rechte sowie das technische und redaktionelle Know-How.
DFL nennt keine Namen von zugelassenen Bietern
Angesichts vereinbarter Vertraulichkeit werden Ligaverband und DFL keine weiteren
Auskünfte über die Interessenten geben. Es dürfte allerdings feststehen, dass die bisherigen
Bundesliga-Anbieter Telekom (Liga total!) direkt oder indirekt sowie der Pay-TV-Sender Sky
an der Auktion teilnehmen werden. Zudem ist damit zu rechnen, dass sich einige Internet-Unternehmen
wie Yahoo! oder Google um die Rechte der Highlight-Berichterstattung beworben haben.
Die DFL splittet die Liga-Rechte in insgesamt 19 Pakete, die sich aus verschiedenen
Verbreitungskanälen (klassisches TV, IPTV, Internet) zusammensetzen. Zudem wird der Spieltag für die
Live-Berichterstattung aufgeteilt, so dass alleine der Spieltag der 1. Bundesliga aus insgesamt
drei Paketen besteht und diese theoretisch an unterschiedliche Abieter gehen könnten.
Details zu den Paketen haben wir vergangene Woche in einer
ausführlichen Hintergrund-Meldung zusammengefasst.
Weitere Meldungen zum Thema Sportrechte 