FAZ: Bundeskartellamt ermittelt gegen Deutsche Telekom
02.12.2009 19:35
Verfahren wegen Verdacht auf Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung
Das Bundeskartellamt hat gegen die Deutsche Telekom
einem Medienbericht zufolge ein Verfahren wegen Verdachts auf
Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung eingeleitet. Wie die
Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ)
vorab aus ihrer morgigen Ausgabe berichtete, soll der Bonner Konzern ein wichtiges
DSL-Vorleistungsprodukt unter den tatsächlichen Kosten anbieten, um
sich Vorteile bei seinen Großkunden zu verschaffen.
Die Preise seien marktüblich und gerecht, sagte ein
Telekom-Sprecher auf Anfrage. Zunächst wolle der Konzern nun
abwarten, in welcher Form das Bundeskartellamt aktiv werde. Die
Einleitung eines Verfahrens sage noch nichts über die Sicht der
Behörde aus.
Das Bundeskartellamt habe in einem ersten Ermittlungsschritt
Auskunftsbeschlüsse verschickt, um in der Branche Preise und andere
Marktdaten abzufragen, hieß es in dem Bericht weiter. Zuvor hätten
sich mehrere Telekom-Wettbewerber bei der Bundesnetzagentur und dem
Kartellamt über die Preisgestaltung des Konzerns beschwert. Sollten
sich die Vorwürfe erhärten, könnte das Kartellamt ein Bußgeld gegen
die Telekom verhängen.
Hintergrund des Verfahrens ist laut Zeitung der harte Kampf um
Marktanteile zwischen der Deutschen Telekom und Konkurrenten wie
Telefónica, Vodafone
oder QSC, die ihre Netze ebenfalls an Großkunden
ohne eigene Infrastruktur vermieten.
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