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Internet Explorer: Der umstrittene Marktführer18.11.2009
12:33 Erfolgreich durch die Verbindung mit Windows
Angriffe durch Hacker, Verschwörungen von
Web-Aktivisten und Auseinandersetzungen mit der Europäischen Union:
Microsofts Internet Explorer, auch IE genannt, ist nicht nur der führende Browser,
sondern auch der umstrittenste. Gerade die Verknüpfung des Programms
mit dem Betriebssystem Windows hat schon oft für Kritik gesorgt. Sie
ist allerdings auch ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Produkts, das
seit März 2009 in der Version acht zu haben ist.
nächste Seite: Deutschsprachige Nutzer bevorzugen Firefox
"Wäre der Internet Explorer nicht vorinstalliert, würde er nicht so oft genutzt, da es bessere Alternativen gibt", ist Jens Appelt von der in Hamburg erscheinenden Zeitschrift "Computer Bild" überzeugt. Abzüglich der "besseren Alternativen", dürfte man diesen Satz bei der Europäischen Union (EU) in Brüssel unterschreiben: Die EU-Kommission streitet mit Microsoft über diese Kopplung der Produkte. Seit Mitte der 90er Jahre ist der IE auf Windows-PCs standardmäßig vorinstalliert. Da weltweit schätzungsweise neun von zehn Computern mit Windows laufen, erzielt der Hersteller so eine riesige Verbreitung seines Browsers. Konkurrenten halten das für Wettbewerbsverzerrung, und deshalb hat sich der norwegische Browserhersteller Opera in Brüssel beschwert. Die EU-Kommission hatte Microsoft zur Stellungnahme aufgefordert. Das Unternehmen aus Redmond in den USA hatte daraufhin vorgeschlagen, die Nutzer von Windows sieben über ein Fenster den Browser selbst auswählen zu lassen. Auch Händler sollen den weiterhin vorinstallierten Internet Explorer löschen und andere Browser installieren können. "Explorer Destroyer"Einen radikaleren Weg, Microsofts Dominanz auf dem Browsermarkt zu brechen, geht eine Gruppe von Aktivisten aus den USA. Sie hat das Skript "Explorer Destroyer" entwickelt. Betreiber von Websites können damit ermitteln, welchen Browser ihre Besucher einsetzen. Ist es der IE, fordert das Skript je nach Einstellung freundlich, zu Firefox zu wechseln oder sperrt gleich den Zugang zur Seite. Der Erfolg der Initiative ist fraglich. Allerdings bröckelt die Vormachtstellung von Microsoft derzeit langsam: Laut einer Statistik der Marktforscher vom Unternehmen Net Applications in Aliso Viejo in Kalifornien kam der IE Ende 2008 nur noch auf 68 Prozent Marktanteil. Zwei Jahre zuvor hatte der Anteil noch 80 Prozent betragen. Firefox hatte sich Ende 2008 bereits 21 Prozent des Kuchens geschnappt. Auf der nächsten Seite erfahren Sie mehr über die Konkurrenten und die Stärken und Schwächen des aktuellen IE.
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