
Schnell im Internet mit Breitband-Anschluss
Viele Provider werben mittlerweile mit
Internet-Verbindungen,
die dem klassischen
DSL-Anschluss mit einer
maximalen Dopwnload-Rate von 16 MBit/s deutlich überlegen sind. Das gibt
es
VDSL-Angebote mit 25 oder 50 MBit/s
im Downstream, über die immer beliebter werdenden Anschlüsse über das
TV-Kabel lassen sich sogar bis zu 100 MBit/s
aus dem Netz saugen. Doch wozu braucht man so eine High-Speed-Anbindung überhaupt,
was kann Otto Normalverbraucher mit so schnellen Leitungen anfangen? Wir haben
uns der Frage, auf welchen Bereichen sich hier ein echter Mehrwert ergibt, einmal
angenommen.
Eines gleich vorneweg: Beim normalen Surfen ist der Unterschied zwischen einem
normalen DSL-Anschluss und einer High-Speed-Verbindung mit 50 MBit/s und
mehr in der Praxis zwar durchaus spürbar, allerdings weniger stark, als viele
Nutzer sich das im Vorfeld vielleicht erhoffen. Wer beispielsweise von einem
6 000-er-DSL-Anschluss auf Internet per Kabel mit 100 MBit/s im
Downstream wechselt, wird sich in der Praxis kaum einen fünfzehn mal schnelleren
Seitenaufbau freuen können. Von Anbieter der jeweiligen Webseite über die
Rechenleistung des verwendeten Computers bis hin zur Tageszeit und zur heimischen
Verkabelung: Hier spielen so viele Komponenten eine Rolle, die das Gesamtergebnis
negativ beeinflussen können, dass der reine Leitungseffekt nicht so stark zum
Tragen kommt, wie viele Nutzer sich dies vorstellen.
Der schnelle Upload als Faustpfand
Ein solcher Hochgeschwindigkeitszugang hat häufig jedoch generell ein
großes Plus: den schnellen Upload. Bei DSL beispielsweise geht die Geschwindigkeit,
mit der Daten ins Internet hochgeladen werden, hoch auf bis zu 10 MBit/s.
Damit liegt er um das Zehnfache höher als bei einem normalen DSL-Anschluss, der
lediglich bis zu 1 024 kBit/s bieten kann. Dieser
Geschwindigkeitsvorteil sorgt auf verschiedenen interessanten Gebieten für merkliche Vorteile.
So synchronisieren sich mittlerweile viele Dienste mit Speicherplatz im Internet,
um beispielsweise Musik, Fotos oder persönliche Daten in der
Cloud abzulegen und auf mehrere angemeldete
Geräte zu verteilen. Vor allem bei der regelmäßigen Sicherung großer Datenmengen,
etwa wenn die eigene Medien-Bibliothek ganz oder in Teilen bei einem der
zahlreichen Online-Speicherdienste gesichert werden soll, ist der schnelle
Upload von DSL, Kabel und Co. tatsächlich eine spürbare Erleichterung.
Für wen das nun auf den ersten Blick ein wenig abstrakt klingt, der sollte sich
vor Augen führen, dass solche Dienste mittlerweile bei großen Teilen der
Computer-Nutzer ihren Weg in den Alltag gefunden haben. Ob Datenaustausch über
Dropbox, Bilder-Upload zu Flickr oder eigene Videos auf YouTube online stellen: Viele Menschen nutzen solche
praktischen und häufig kostenlosen Dienste, die zudem oft über Gerätegrenzen
hinweg auf dem PC, Smartphone und Tablet genutzt werden können und daher sehr
praktisch sind. Auch die Beteiligung an Social Networks, die ebenfalls von
hochgeladenen und geteilten Inhalten leben, boomt. Bei Facebook und Co. ist ein
schneller Upload zumindest an manchen Stellen daher ebenfalls erfreulich, für
Cloud Computing insgesamt stellt er tatsächlich eine merkliche Verbesserung dar.
Es gibt allerdings noch weitere Einsatzmöglichkeiten für High-Speed-Internetzugänge -
diese stellen wir Ihnen auf der zweiten Seite vor.