Netkom will 100 zusätzliche Orte an das Breitband-Internet anschließen
Die Glasfaserleitungen, mit deren Hilfe das Thüringer Strom-
und Erdgasnetz gesteuert wird, sollen weitere kleine Gemeinden mit schnellem Internet
versorgen. In einem Pilotprojekt hatte das Weimarer Unternehmen
Netkom im vergangenen Jahr 25 Thüringer Orte mit Hilfe dieser
Leitungen an das Breitband-Internet angeschlossen. Nun sollen
100 weitere Orte folgen, die bisher keinen DSL-Anschluss haben,
kündigte das Tochterunternehmen des Stromanbieters Eon Thüringen an.
Internet auch fürs Land
Netkom nutzt für die Anschlüsse ein 4 000 Kilometer langes
Glasfasernetz. Es wurde zusammen mit den Erdgas- und Stromleitungen
in Thüringen verlegt und dient zur Überwachung und Steuerung des
Energienetzes. Um Gemeinden mit schnellem Internet zu versorgen,
müsse jeweils nur das letzte Stück der Kabel bis zur Verteilerstation
des Telefonanbieters verlegt werden, hieß es.
Das Netz von Netkom ist nach Firmenangaben mit Geschwindigkeiten
zwischen 6 000 und 25 000 Kilobit pro Sekunde schneller als
herkömmliches DSL. Es wird unter anderem auch von den Hochschulen
genutzt.
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Mit rund 20 Millionen Kunden ist DSL mit Abstand die
führende Breitband-Technik, doch das Internet über TV-Kabel
oder UMTS/HSPA spielt
eine immer größere Rolle. Ein Nischendasein führen weiterhin die Zugänge über
WiMAX und Satellit.