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DSL, Kabel und mehr: Die Unterschiede der Breitband-Techniken

27.05.2010
00:00

Wir zeigen alles rund um Vor- und Nachteile, Bandbreiten und Verfügbarkeit


Noch vor ein paar Jahren war Surfen per Schmalband mit Modem oder ISDN Standard, doch die Zeiten haben sich geändert: Auch Privatkunden nutzen heute in der absoluten Mehrheit einen Breitband-Anschluss oder wollen - wo verfügbar - auf einen solchen umsteigen, wobei je nach Wohnort verschiedene Technologien bereit stehen. Dies ermöglicht unter Umständen auch, von einer auf die andere Technik zu wechseln, wenn diese günstiger ist oder mehr Leistung fürs Geld bietet.

Die Situation ist dabei aber nicht gerade "gerecht": In urbanen Regionen haben Interessenten an einem Breitband-Anschluss in der Regel die Wahl zwischen verschiedenen Zugangs-Arten, die schnelles Internet ins Haus bringen - vor allem in ländlichen Regionen steht dagegen fast keine der Technologien zur Verfügung. Was auch immer Ihnen vor Ort geboten wird: Wir zeigen, was DSL, Kabel, Glasfaser, Mobilfunk, Internet via Satellit, WiMAX und Powerline Ihnen als Endkunden in der Praxis bieten.

DSL: Der Klassiker

Symbolbild Breitband
Schnell dank Breitband
DSL ist in Deutschland die Breitband-Variante schlechthin - die Begriffe Breitband und DSL werden fast als Synonyme verwendet. Hierzulande kommt DSL dank der seit längerem verfügbaren ADSL2+-Erweiterung mit bis zu 16 MBit/s im Downstream. Da es sich bei den Privatkunden-Angeboten generell um so genannte ADSL-Anschlüsse handelt, ist der Upstream in jedem Fall bedeutend geringer - wer Daten zum Beispiel auf Videoportale hochlädt oder E-Mails mit großen Anhängen verschickt, muss entsprechend mit längeren Wartezeiten rechnen.

16 MBit/s ist also das aktuelle Maximum, welches aber nicht überall erreicht wird - abhängig ist dies von der Entfernung des Nutzers vom so genannten DSLAM - der in aller Regel in der Vermittlungsstelle steht, manchmal aber auch am Straßenrand in den bekannten grauen Kästen.

Mancher Anbieter schaltet flexibel je nach verfügbarer Maximal-Geschwindigkeit (ratenadaptiv), die Telekom und alle Resale-Anbieter hingegen bieten nur festgelegte Übertragungsraten, also 1-, 2-, 6-MBit/s-Anschlüsse. Bei der Telekom ist der DSL-Anschluss zudem mit einem klassischen Festnetz-Telefon-Anschluss gebündelt, manche Konkurrenten setzen ebenfalls auf "echte" Festnetzanschlüsse - andere Anbieter dagegen nutzen Telefonie-Lösungen auf Basis von VoIP/NGN, bei denen die Telefonie dann via Internet realisiert wird.

Wem 16 MBit/s nicht reichen, der kann auf eine weitere Technik setzen, die mittels Telefonleitung realisiert wird: Schneller gehts nämlich zum Beispiel mit VDSL.

VDSL und andere Glasfaser-Anschlüsse: Einfach schnell

VDSL ist eine "Semi"-Glasfaser-Technik und gehört damit zur FTTX-Familie - das X ist Platzhalter für die Stelle, bis zu der die Glasfaser verbaut wird. Bei VDSL handelt es sich dabei um FTTC (Fibre to the Curb): Dabei wird die Glasfaser von der Vermittlungsstelle bis zum Kabelverzweiger - das ist wiederum der graue Kasten, in dem sich auch der Outdoor-DSLAM befindet - verlegt, danach gehts wie bei DSL über klassisches Kupfer weiter. Aktuell werden hierzulande maximal 50 MBit/s geboten - ziemlich schnell also. Doch es geht noch fixer: Glasfaser-Lösungen, die zum Beispiel als FTTH (Fibre to the Home - Glasfaser liegt bis in die Wohnung) oder FTTB (Fibre to the Building - Glasfaser liegt bis in den Keller) daherkommen, ermöglichen einen Downstream von bis zu 100 MBit/s und mehr. Wer richtig schnelles Internet will, kann also auf eine FTTX-Lösung setzen - wenn sie denn verfügbar ist: VDSL steht immerhin schon in einer stattlichen Zahl von Städten zur Verfügung, wenngleich natürlich auch dann nicht im gesamten Stadtgebiet. Andere Glasfaser-Lösungen sind selten anzutreffen, wobei aber manchmal auch kleine Ortschaften versorgt sind, in denen man dies nicht unbedingt erwarten würde.

Doch um an schnelles Internet jenseits klassischer DSL-Bandbreiten zu kommen, gibt es eine weitere, preislich attraktive Lösung: das Kabel-Netz. Auf der folgenden Seite erfahren Sie daher alles rund um Breitband via Kabel und warum auch Mobilfunknetze immer mehr zu einer Alternative werden.

Was passiert im Netz, wenn Sie telefonieren oder surfen?
Telefonieren und surfen gehört mittlerweile zum täglichen Umgang. Doch was passiert eigentlich in einer Vermittlungsstelle? Wie funktioniert die Technik und wie sieht diese eigentlich aus? Wir verraten es Ihnen.
So funktioniert eine Vermittlungsstelle

 
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Meinungen und Erfahrungen der Community:

Betreff Autor Datum
RE: NAT hafenbkl 27.05.10 10:53
NAT tommy0910 27.05.10 08:16
WiMAX Telly 27.05.10 00:59
  

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Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2012-01, Erwachsene ab 14 Jahre