Der Kampf gegen die weißen Flecken auf der
Breitband-Landkarte
in Deutschland geht voran. Die
Deutsche Telekom
meldete heute, man habe in den ersten sechs Monaten dieses Jahres bereits
400
DSL-Kooperationen mit Gemeinden beschlossen,
die bis jetzt noch keine DSL-Anbindung haben. Dies seien bereits jetzt so viele
Kooperationen wie im kompletten Jahr
2008.
Gleichzeitig wurden aufgrund der aktuellen Wirtschaftskrise die Investitionen
für das laufende Jahr um 100 Millionen auf insgesamt 200 Millionen
Euro gekürzt. Allerdings könne man "nicht alleine das
Breitbandziel der
Bundesregierung erfüllen", so Vorstand Niek Jan van Damme, auch die Wettbewerber
müssten sich beteiligen. Bisher stemme die Deutsche Telekom die Investitionen
in weiße Flecken auf dem Land nahezu alleine.
Diese Aussage möchte der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und
Mehrwertdiensten (
VATM) so
nicht stehen lassen. VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner gab heute zu Protokoll,
die im Verband organisierten Anbieter hätten "bereits bis heute mehr als
1 800 unversorgte Gemeinden und Ortsteile meist per Funk schnell und
effizient ins Netz gebracht" und seien "auch weiterhin auf dem Lande äußerst
engagiert." Im völligen Widerspruch zu ihrer eigenen Äußerung be- und verhindere die Telekom den
Ausbau durch alternative Anbieter an mehreren Punkten. So
könne die Ausbaugeschwindigkeit bei der Breitbandversorgung deutlich beschleunigt
werden, wenn von Seiten der Telekom Transparenz bezüglich ihrer Ausbaupläne
geschaffen würde. "Durch den ständigen Wechsel von Ausbauversprechungen und
Ausbauverweigerungen herrscht nach wie vor enorme Verunsicherung - sowohl bei
den Bürgermeistern als auch bei den ausbauwilligen Unternehmen. Aktuellen
Berichten zu Folge verweigert die Telekom nicht nur die Zusammenarbeit mit
Kommunen, sondern sogar die Herausgabe der so wichtigen Informationen über
mögliche Anschaltpunkte für alternative Anbieter", so Grützner.
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Schnelles Surfen im Internet per Breitband-Zugang
Mit rund 20 Millionen Kunden ist DSL noch die
führende Breitband-Technik, doch auch TV-Kabel und Mobilfunk spielen eine immer größere Rolle. Ein Nischendasein führen dagegen WiMAX und Satellit.
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