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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 11.02.2012 |
Wer organisiert den Ausbau der "Next Generation"-Netze?06.12.2009
10:12 Bei Breitband auf den Markt vertrauen oder auf politische Initiative?Inhaltsverzeichnis:1. Die Treiber der Marktentwicklung2. Investitionskosten müssen überschaubar bleiben
Angesichts der immensen Bedeutung, die der Ausbau der Breitbandnetze für die Zukunft hat,
stellt sich die Frage, ob der Ausbau dieser Netze dem
organischen Marktwachstum überlassen werden sollte, oder ob es nicht vielmehr die Aufgabe des
Staates ist, diese Entwicklung zu steuern - unter Umständen sogar auf
Kosten der betriebswirtschaftlichen Vernunft. Eine Studie von Bain & Company
untersucht entsprechende Treiber der Marktentwicklung wie Technologie,
Kundennachfrage, Regulierung und Wettbewerbsdynamik und liefert eine Diskussions-Grundlage zum weiteren Ausbau der "Next Generation"-Telekommunikationsnetze.
Die wichtigsten Ergebnisse der Studie sind:
nächste Seite: Investitionskosten müssen überschaubar bleiben
Das Interesse der öffentlichen Hand, möglichst flächendeckend Breitbandzugänge anzubieten, ist enorm. Die EU hat sich unter dem Titel Digital Europe ambitionierte Ziele gesteckt und plant eine hundertprozentige Breitbandabdeckung der Haushalte bis 2013. Gleichzeitig ist in Ländern wie der Schweiz großer Aktivismus der Städte und Gemeinden zu verzeichnen. Insbesondere Elektrizitätswerke befassen sich hier mit erheblichen Investitionsvorhaben in Glasfaserinfrastrukturen. Bedeuten diese Initiativen, dass der marktwirtschaftliche Wettbewerb bisher nicht zu den politisch gewünschten Ergebnissen geführt hat? Der Blick auf die Fakten zeigt ein differenzierteres Bild. Die Studie von Bain & Company in Zusammenarbeit mit dem internationalen Kabelnetzbetreiber Liberty Global kommt zu dem Ergebnis, dass in Ländern mit zwei konkurrierenden Anbietern von Festnetzzugangsinfrastrukturen Innovationen schneller vorangetrieben werden. Danach erreichen beispielsweise in den Niederlanden, in Belgien und in der Schweiz zwei Festnetzzugangsinfrastrukturen über 80 Prozent der Bevölkerung, was zu 30 Prozent höheren durchschnittlichen Breitbandgeschwindigkeiten als in anderen westeuropäischen Märkten geführt hat. Umgekehrt weisen die europäischen Länder mit dem geringsten Wettbewerb bei der Festnetzzugangsinfrastruktur auch die geringste Bandbreite und Internetverbreitung auf. Zwei Anbieter sind besser als einerDie Studie kommt zu dem Schluss, dass sich eine derartige Wettbewerbsdynamik vor allem in Ländern entwickeln kann, in denen Telekommunikationsunternehmen, Kabelnetzbetreiber und in bestimmten Regionen auch neue Glasfasernetzbetreiber in direktem Wettbewerb stehen. Diese Unternehmen konkurrieren zunehmend in der gesamten Breite der Telekommunikationsdienste wie beispielsweise TV oder Sprach- und Breitbandkommunikation. Märkten mit nur einer Festnetzzugangsinfrastruktur fehlt diese Wettbewerbsdynamik. Oft sind sie darüber hinaus auch stärker reguliert. "Infrastrukturwettbewerb führt eher dazu, dass höhere Bandbreiten effizienter und der Nachfrage entsprechend zur Verfügung gestellt werden, als es bei einer 'Top-Down'-Zielsetzung der öffentlichen Hand vermutlich der Fall wäre", sagt Dr. Jens Schädler, Partner und Telekommunikationsexperte bei Bain & Company. Weitere Aspekte wie Investitionskosten und die Zahlungsbereitschaft der Kunden werden auf der nächsten Seite diskutiert.
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