Jahresbericht

BNetzA-Jahresbericht: Mehr Frequenzen für Handynetze

Im Jahresbericht der Bundesnetzagentur blickt die Behörde auf ein ereignisreiches Jahr zurück: Frequenzen und VDSL Vectoring standen im Fokus. Vor allem der steigende mobile Datenverkehr bereitet den Regulieren Kopfschmerzen: Es müssen Entscheidungen her - schon bald.
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Der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, hat heute in Bonn den Jahresbericht für 2013 vorgestellt. Darin gibt die Behörde Einblick in ein "ereignisreiches Jahr in allen regulierten Sektoren", so Homann. Ein Hauptaugenmerk der Arbeit liege auf dem Verbraucherschutz. "Die Bundesnetzagentur kümmert sich nicht nur um die Unternehmen in den Märkten für Tele­kommuni­kation, Strom, Gas, Post und Eisenbahnen, sondern auch um die Verbraucherinnen und Verbraucher. Denn sie nutzen die von den Unternehmen angebotenen Dienste und richten ihre Erwartungen und Ansprüche an die Unternehmen", so der Behördenchef weiter.

Zunehmender Datenverkehr in mobilen Netzen

Jochen Homann stellt den Jahresbericht der BNetzA vor.Jochen Homann stellt den Jahresbericht der BNetzA vor. Zwei zentrale Themen gab es im Jahr 2013 im Bereich der Tele­kommuni­kationsbranche: Einerseits die steigende Zahl von Breitbandanschlüssen - vor allem verursacht durch Kabel­internet­anschlüsse -, andererseits aber auch der zunehmende mobile Datenverkehr. Dieser stelle hohe Anforderungen an die Leistungsfähigkeit der Netze. Deswegen sieht die BNetzA den Bedarf für weitere Frequenzen, in denen Mobilfunk realisiert werden darf.

"Wir haben daher im Jahr 2013 einen Konsultationsentwurf für die zukünftige Bereitstellung von Mobilfunkfrequenzen vorgestellt, der insbesondere die im Jahr 2016 auslaufenden GSM-Frequenzen (900 und 1 800  MHz) betrifft", erläuterte Homann. "Die Entscheidung über die Anordnung und die Wahl des Vergabeverfahrens für diese Frequenzen sowie für weitere Frequenzen aus den Bereichen 700 MHz, der sogenannten Digitalen Dividende II, und 1,5 GHz ist für das dritte Quartal 2014 vorgesehen. Die Eröffnung des Vergabeverfahrens streben wir zum Ende des Jahres an."

Homann sieht Vectoring-Entscheidung positiv

Im Festnetz stand im Jahr 2013 die Regulierungsentscheidung zu VDSL Vectoring an. Mit dieser ist Homann zufrieden: "Mit unserer Entscheidung haben wir die Grundlagen für den Einsatz von Vectoring gelegt. Ich hoffe, dass nun alle Marktakteure die sich bietende Chance nutzen, den Breitbandausbau unter fairen Bedingungen für die Verbraucherinnen und Verbraucher weiter voranzutreiben."

VDSL Vectoring erlaubt höhere Ge­schwin­dig­keiten über die klassische Kupferleitung - ist technisch aber aufwändig zu realisieren. Allerdings kann nur ein Unternehmen auf die Kabel am Kabelverzweiger zugreifen - das provoziert Ärger mit den Wettbewerbern der Telekom. Alle Details zur Vectoring-Entscheidung der BNetzA erfahren Sie in unserer Berichterstattung.

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