Musik

Aufs Ohr: Lautsprecher und Kopfhörer auf der IFA

Hersteller erweitern vor allem ihr Bluetooth-Portfolio
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Blecherne Sounds aus dem Smartphone muss niemand akzeptieren. Denn auch wer nicht viel Geld investieren will, findet auf der Technikmesse IFA in Berlin an jeder Ecke Lautsprecher, mit denen Mobiltelefone zu kleinen HiFi-Anlagen werden. Vor allem im Bereich der Bluetooth-Boxen bieten die Hersteller neue Modelle an. Wer jedoch etwas besseren Klang möchte, sollte auf technische Feinheiten wie spezielle Übertragungs-Codecs achten. Oder gleich zu WLAN-Produkten greifen.

Der Yamaha NX-P100 unterstützt den Bluetooth-Codec aptXYamaha NX-P100 mit aptX-Unterstützung So setzt der Hersteller Yamaha bei seiner Kompaktbox NX-P100 zwar auf Bluetooth, allerdings in einer verfeinerten Variante: Der Lautsprecher ist mit dem aptX-Codec kompatibel. Laut Manfred Barth von der Zeitschrift "Audio Video Foto Bild" ist dieser Codec für die Soundqualität der Musikübertragung via Bluetooth besser. Denn mit aptX werden höhere Datenraten übermittelt. Allerdings muss nicht nur der Lautsprecher den Codec unterstützen, sondern auch das Smartphone. "Im Moment unterstützen das nur wenige Boxen, und es ist auch teurer. Das wird man nicht in einer Preisklasse von 70 oder 80 Euro finden."

Harmon-Kardon-Lautsprecher nutzt NFC

Andere Firmen bleiben also beim Bluetooth-Funk mit herkömmlichen Datenraten. Auf diese Weise lässt zum Beispiel JBL seinen Lautsprecher Spark die Musik vom Handy abspielen. Allerdings ist der bunte Kegel auf das Stromnetz angewiesen. Anders der JBL Voyager, ein tragbarer Lautsprecher: Ihn können Nutzer an eine Dockingstation anschließen, in der ein eingebauter Subwoofer den Sound gleich mit Bass anfüttert.

Der Esquire von Harmon Kardon ist ebenfalls kabellos und unterstützt die Funktechnik Near Field Communication (NFC). Das Gerät soll vor allem mit edlem Design überzeugen, seine Hörmuscheln sind mit Leder besetzt. Soll es per Handy angesteuert werden, achten Nutzer besser darauf, dass ihr Telefon NFC-fähig ist.

Die generelle Entwicklung aktueller Bluetooth-Boxen sieht der Audioexperte Manfred Barth positiv - mit Blick auf Qualität und Preis. "Man kann heute schon für 50 bis 80 Euro Bluetooth-Geräte bekommen, die ganz gut klingen." Wer mehr will, müsse auch mehr Geld in die Hand nehmen und in WLAN-Lautsprecher investieren. Allerdings halte hier der Akku nicht so lange wie bei vielen Bluetooth-Boxen.

Auf der zweiten Seite zeigen wir Ihnen, welche neuen Kopfhörer die Hersteller im Gepäck haben und worauf Sie beim Einkauf achten sollten.

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