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Blackberry Enterprise 10 verwaltet auch iPhone und Android

Neue Business-Software eine Woche vor neuer Plattform veröffentlicht
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Blackberry Balance mit dem geschäflich genutzten Teil des SmartphonesBlackberry Balance mit dem geschäflich genutzten Teil des Smartphones Am kommenden Mittwoch stellt RIM seine neue Plattform Blackberry 10 offiziell vor. Dabei sind schon jetzt zahlreiche Details durchgesickert. RIM selbst hat eine Woche vor dem Start des neuen Betriebssystems den Blackberry Enterprise Service 10 veröffentlicht. Dabei handelt es sich um die neue Version der Geschäftskunden-Software von RIM. Die neuen Smartphones sind nicht mit den Enterprise-Servern für die bisherigen Blackberry-Handys kompatibel.

Der Blackberry Enterprise Service 10 verwaltet dagegen auch ältere RIM-Plattformen. Dazu muss die Software allerdings zunächst auf zwei Systemen parallel installiert werden. Künftig soll eine einzige Installation ausreichen, wobei RIM hierfür noch keinen Zeitrahmen genannt hat.

Blackberry Enterprise gleicht Daten zwischen Server und Smartphone ab

Das System verbindet die Smartphones mit dem jeweiligen Unternehmens-Server und sorgt für eine sichere und zuverlässige Daten-Synchronisierung in Echtzeit. Dabei werden neben E-Mails auch Termine, Adresse, Notizen, Aufgaben und weitere Details zwischen Handy und Firmen-Server abgeglichen.

Zudem wird Blackberry Enterprise mit Mobile Fusion zusammengelegt, das als Marke nicht weiter genutzt wird. Somit lassen sich neben Blackberry-Smartphones mit dem Enterprise Service 10 auch iPhones von Apple und Android-Handys sowie die Tablets von RIM, Apple und Android-Tablets verwalten.

Private und geschäftliche Informationen voneinander getrennt

Neben der Daten-Synchronisation und der Geräte-Verwaltung sorgt der Enterprise-Service auch für Blackberry Balance. So nennt RIM die Trennung privater und geschäftlicher Daten auf einem Endgerät. Während sich die geschäftlichen Daten über den Firmen-Server administrieren lassen, kann die private Sparte vom Kunden selbst verwaltet werden - beispielsweise um hier Spiele, Instant Messenger und andere in der Freizeit genutzte Anwendungen zu installieren.

Vor einer kostenpflichtigen Nutzung von Blackberry Enterprise 10 haben interessierte Firmen die Möglichkeit, den Dienst zunächst 60 Tage lang unverbindlich zu testen. Welche Kosten anschließend anfallen ist abhängig von der Zahl der Endgeräte, die sich mit der jeweiligen Lizenz verwalten lassen sollen.

Blackberry-Nutzung künftig offenbar auch ohne eigene Daten-Option

Unklar sind nicht zuletzt auch noch die Kosten, die auf Kunden zukommen, die die verschiedenen Blackberry künftig nutzen möchten. So soll es laut Branchenberichten künftig verschiedene Service-Stufen geben - je nachdem, welche Features der Nutzer benötigt. In der einfachsten Variante könnte ein Blackberry künftig auch ohne eigene Daten-Option auskommen. Dann werden die Daten allerdings nicht mehr über die RIM-Server, sondern über das offene Internet übertragen.

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