Zukunftspläne

Blackberry: Nach dem Priv weitere Smartphones geplant

Blackberry will auch nach dem Priv weitere Smartphones auf den Markt bringen. Der CEO des Unternehmens erklärt, es geben konkrete Pläne. Dabei hat das Blackberry Priv derzeit noch ein Sicherheitsproblem.
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Blackberry will weiter Smartphones herstellenBlackberry will weiter Smartphones herstellen Das Blackberry Priv galt bislang als möglicherweise letztes Smartphone des kanadischen Herstellers. Blackberry stellte die Zukunft seiner Hardware-Sparte mehrfach zur Disposition und erklärte, es müssten im Jahr mindestens rund fünf Millionen Handhelds verkauft werden, um profitabel arbeiten zu können.

Von diesem Ziel war das Unternehmen im zurückliegenden Quartal weiter entfernt als je zuvor. Nur noch 800 000 Smartphones konnte der Hersteller über einen Zeitraum von drei Monaten absetzen. Selbst Samsungs Tizen-Betriebssystem hat Marktstudien zufolge mittlerweile eine größere Verbreitung als Blackberry 10, das eigentlich die Zukunft der Kanadier sichern sollte.

Erste Zahlen zum Blackberry Priv

Das Blackberry Priv wurde mehr als 250 000 Mal vorbestellt. Damit liege die Zahl der Vorbestellungen höher als bei früheren Blackberry-Smartphones. Zudem meldeten erste Händler nach dem Verkaufsstart in den USA, die Nachfrage übersteige die Anzahl verfügbarer Geräte. Das lässt auf gute Absatzzahlen hoffen, wobei man der Fairness halber auch sagen muss, dass es nicht bekannt ist, ob die Händler, die den vorläufigen Ausverkauf vermeldet haben, nun fünf, 50 oder 500 Geräte zur Verfügung hatten.

Fest steht aber wohl schon jetzt, dass das Priv nicht das letzte Smartphone der Kanadier sein wird. So verkündete der CEO des Herstellers, John Chen, eine Reihe weiterer Smartphones befänden sich bereits in der Pipeline. Nähere Details nannte Chen nicht. So ist es beispielsweise nicht klar, ob wir im kommenden Jahr neue Handys mit dem hauseigenen Blackberry-10-Betriebssystem oder mit Android sehen werden.

Für die mittel- und langfristige Planung soll der Markt darüber entscheiden, welche Produkte von Blackberry zu sehen sein werden. Denkbar wäre es beispielsweise, für Firmenkunden, die ein besonderes Augenmerk auf Sicherheit legen, weiter die eigene Blackberry-10-Plattform zu fördern, während es für private Anwender und kleinere Geschäftskunden weitere Android-Handhelds gibt.

Sicherheits-Features beim Blackberry Priv noch unzureichend

Von den Smartphones anderer Hersteller hebt sich Blackberry unter anderem durch die physische Tastatur ab. Dazu liefert das Unternehmen aber beispielsweise mit dem Blackberry Hub auch eigene Apps mit, die es so bei anderen Android-Geräten nicht gibt. Nur den eigenen Anspruch auf eine besonders sichere Kommunikation kann Blackberry mit dem Priv derzeit noch nicht erfüllen. So lässt sich mit der vorinstallierten DTEK-App zwar feststellen, welche Anwendungen wann welche Daten abfragen. Beschränken lassen sich die Zugriffe aber nicht, wenn man nicht gleich die gesamte App deinstallieren will.

Besserung verspricht erst das Update auf Android 6.0 (Marshmallow), das allerdings voraussichtlich noch einige Monaten auf sich warten lässt. Hier ist es ganz offiziell vorgesehen, Apps auch einzelne Berechtigungen zu entziehen - ganz so, wie Blackberry-Fans das auch von Smartphones mit dem eigenen Betriebssystem des Herstellers kennen.

Wir haben das Blackberry Priv bereits einem ersten Hands-On-Test unterzogen, den Sie in einer eigenen Meldung finden.

Blackberry CEO: "Wir haben große Pläne"

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