
Blackberry-Optionen der Mobilfunkbetreiber
Ein Blackberry gehört nach gängiger Meinung in die Hand eines Business-Anwenders. Der Hersteller
dieser
Smartphones, das kanadische Unternehmen
Research in Motion (RIM), will dagegen auch die privaten Anwender erreichen
und stattet die Blackberrys nicht nur mit dem
E-Mail-Pushdienst und Office-Software sondern mit
immer mehr Multimedia-Anwendungen aus. Das an den Otto-Normal-Nutzer gerichtete Diensteangebot
nennt sich Blackberry Internet Service (BIS) und bietet die automatische Zustellung von
E-Mail-Nachrichten, den mobilen Zugriff auf E-Mail-Anlagen sowie den Zugang zu Online-Inhalten.
Genutzt werden kann der BIS in Deutschland allerdings nur mit einem Laufzeitvertrag und einer -
in manchen Kombi-Tarifen schon eingeschlosssenen - Tarif-Option. Wir stellen die
Blackberry-Angebote der deutschen Mobilfunkbetreiber Telekom, Vodafone, E-Plus und o2 sowie von
einigen Providern im Überblick vor.
Herzstück des Blackberry-Dienstes ist die automatische Mail-Weiterleitung
Herzstück des Blackberry Internet Service ist die automatische Weiterleitung von E-Mails aus den
Posteingängen von bis zu zehn Konten bei kompatiblen POP3- oder IMAP-fähigen E-Mail-Diensten wie
etwa Google Mail, GMX, Hotmail oder web.de. Der Blackberry Internet Service ruft die Nachrichten
aus diesen E-Mail-Konten ab und überträgt sie auf die Smartphones der Nutzer. Neben dem
E-Mail-Pushdienst ermöglicht der Blackberry Internet Service auch den Zugriff auf Internet-Dienste
in einem WLAN oder über das Mobilfunknetz. In der Regel unterstützen die
Blackberry-Smartphones beide Zugangstechnologien, wobei in einem Drahtlosnetzwerk die WLAN-Verbindung
ins Internet automatisch Vorfahrt erhält, um beispielsweise Verbindungskosten oder Datenvolumen des
gebuchten Datentarifs zu sparen. Bei E-Mail-Übertragungen, Online-Transaktionen und dem mobilen
Chatten werden die Verbindungen verschlüsselt.
Datenkomprimierung durch den Blackberry-Server
Unabhängig davon, über welchen Zugang - Mobilfunknetz oder WLAN - die Internetverbindung
erfolgt, der zentrale Blackberry-Server
komprimiert
bei der Übertragung von E-Mails und beim Surfen im Internet über den Standard-Browser die Daten.
Eine "normale" E-Mail gelangt so mit einer Größe von nur wenigen Kilobyte aufs Handy, als grober
Richtwert gilt: 300 übertragene Text-E-Mails ergeben eine Datenmenge von 1 MB. Zudem
wird bei der E-Mail-Übertragung immer nur der Anfang der Mail geladen und der Rest erst dann,
wenn der Nutzer runterscrollt - und zwar sukzessive und nicht alles auf einmal wie beim
E-Mail-Push-Dienst von Microsoft.

Blackberry Torch
Geringere Datenvolumina bei mobilen Übertragungen schonen unter Umständen nicht nur den
Geldbeutel, sondern verlängern auch die Akku-Ausdauer. Für E-Mail-Übertragung und einfaches
mobiles Surfen können manche Blackberry-Nutzer so auch das Fehlen einer
UMTS- oder
HSDPA-Unterstützung für die mobile Datenübertragung
verschmerzen. Weiterer Vorteil des Blackberry-Servers: Mit den richtigen Einstellungen kommunizieren
Apps auf dem Handheld nicht direkt mit Online-Diensten, sondern über von RIM gehostete Proxies, die
die Verbindung zum Dienst stabil offen halten und so mehrmaligen Verbindungsaufbau vermeiden.
Für den privaten Anwender: Der Blackberry Torch 9800
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Blackberrys im Test: |
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Jüngstes Beispiel eines Blackberry-Smartphones für die neue Zielgruppe ist der Slider
Blackberry Torch 9800 mit UMTS und HSDPA
sowie WLAN-n-Unterstützung und einem installierten Webkit-Browser und neuen
Social-Networking- und Messaging-Applikationen. Der auf dem Blackberry Torch installierte
Browser ist zwar nicht so schnell wie die Surfprogramme für Android,
iPhone & Co., rendert aber HTML-Webseiten und HTML-E-Mails und bietet Tabbed
Browsing zum schnelleren Wechseln zwischen verschiedenen Webseiten sowie eine
Doppel-Tipp-Funktion zur automatischen Anpassung von Texten an die Bildschirm-Breite. Flash
unterstützt der Blackberry-Browser nicht, YouTube-Videos lassen sich über einen speziellen
Client auf dem Blackberry Torch abspielen.
Auf der zweiten Seite unseres Überblicks erfahren Sie, wie viel Sie
für die Nutzung des BIS bei einem der deutschen Mobilfunkbetreiber bezahlen müssen.