Playbook

Blackberry Playbook mit UMTS/LTE kommt offenbar noch im Juli

LTE-Schnittstelle des Tablets voraussichtlich nur in Amerika nutzbar
Von mit Material von dpa
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Blackberry Playbook in Kürze auch mit Mobilfunk-Modem Schon im vergangenen Jahr hatte der kanadische Blackberry-Hersteller RIM angekündigt, sein bislang wenig erfolgreiches Tablet Playbook künftig auch in einer Version mit Mobilfunk-Modem zu verkaufen. Die Pläne für das neue Playbook haben sich mehrfach verzögert, doch glaubt man dem kanadischen Onlinemagazin Mobilesyrup, so kommt die neue Version des Tablets noch Ende Juli auf den Markt.

RIM Blackberry Playbook (16GB)

Mobilesyrup hatte auch in der Vergangenheit zuverlässige Vorab-Informationen aus der kanadischen Mobilfunk-Szene. Die Details zum Playbook 4G sollen nun aus dem Intranet des Netzbetreibers Bell Canada stammen. Demnach soll der Verkaufsstart des Tablets am 31. Juli erfolgen. Eine Bestätigung des Herstellers RIM gibt es hierfür nicht. Zudem ist es unklar, wann das neue Modell des Blackberry Playbook auch in Europa zu haben sein wird.

Das neue Playbook unterstützt Datenübertragungen mit HSPA+ im UMTS-Netz. Zudem befindet sich eine LTE-Schnittstelle an Bord. Abzuwarten bleibt, ob diese auch in den deutschen 4G-Netzen genutzt werden kann. Denkbar ist - wie beim neuen iPad von Apple - eine Beschränkung auf die in Nordamerika üblichen LTE-Frequenzbereiche.

Dem Bericht sind auch einige technische Daten zum neuen Blackberry Playbook zu entnehmen. Demnach ist das Gerät 130 mal 193 mal 9,7 Millimeter groß und 425 Gramm schwer. Es verfügt über einen 7 Zoll großen Touchscreen, der eine Auflösung von 1 024 mal 600 Pixel bietet.

Das neue Playbook-Modell soll einen 1,5-GHz-Dual-Core-Prozessor und 1 GB Arbeitsspeicher bekommen. Dazu sind 32 GB Speicherkapazität für Daten und Anwendungen vorgesehen. Offenbar ist es nicht geplant, das Tablet beispielsweise auch mit 16 GB Speicher zu günstigeren Konditionen zu verkaufen.

Der Akku des Blackberry Playbook 4G hat dem Bericht zufolge eine Kapazität von 4800 mAh. Angaben zu Standby- und Betriebszeiten gibt es nicht. Die Hauptkamera auf der Rückseite soll 5 Megapixel geben. Dazu sei eine Frontkamera für Video-Chats mit 3 Megapixel geplant. In Kanada soll das Gerät 549,95 Dollar kosten. Angaben zu möglichen Verkaufspreisen gibt es noch nicht.

RIM-Großaktionär stockt Anteil auf

Unterdessen gibt ein Großaktionär von RIM ein Zeichen des Vertrauens in die Zukunft des angeschlagenen Unternehmens. Der kanadische Investor Prem Watsa verdoppelte seine Beteiligung auf rund zehn Prozent, wie aus einer Börsenmitteilung hervorgeht. Mit seiner Investmentfirma Fairfax Financial ist Watsa jetzt der größte Anteilseigner.

Angesichts der Absatzprobleme des einst sehr erfolgreichen Smartphone-Spezialisten steckt die Aktie von RIM derzeit tief im Kurskeller fest. Seit Jahresbeginn verlor das Papier rund die Hälfte seines Werts und gemessen an Höchstständen aus dem Jahr 2008 mehr als 90 Prozent. RIM hatte mit seinen vor allem auf mobile E-Mail-Dienste zugeschnittenen Geräten den Trend zu Touchscreen-Smartphones verpasst und wurde von Rivalen wie Apple und Samsung abgehängt.

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