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Blackberry will mit neuem Betriebssystem BBX neu durchstarten

Neue Software soll im kommenden Jahr für Smartphones verfügbar sein
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RIM stellt BBX-Betriebssystem vorRIM stellt BBX-Betriebssystem vor Wie berichtet bekommt das Blackberry Playbook voraussichtlich Mitte Februar 2012 ein neues Betriebssystem. Blackberry Playbook 2.0 bringt unter anderem die Unterstützung für Android-Anwendungen und die Trennung geschäftlicher und privater Anwendungen auf einem Endgerät mit sich.

Auch für seine Smartphones will der kanadische Hersteller RIM im kommenden Jahr ein neues Betriebssystem einführen. Diese BBX genannte Firmware soll sich an die Features anlehnen, die auch die neue Software für das Playbook bietet. Allerdings wird BBX nur auf neuen Smartphones nutzbar sein, während Playbook 2.0 auch auf bisherigen Tablets laufen wird.

Mehr Apps für den Blackberry

BBX soll neben Anwendungen, die eigentlich für Android-Handhelds programmiert wurden, unter anderem die Unterstützung für Adobe Air und HTML5 mit sich bringen. Dadurch sind künftig deutlich mehr Applikationen auf dem Blackberry verfügbar als bisher. So sollen sich Android-Applikationen innerhalb weniger Stunden zur Nutzung auf einem Blackberry anpassen lassen.

Die Android-Apps werden in einer Art virtuellen Maschine laufen. Dabei ist auch Multitasking zwischen den verschiedenen Apps möglich, wie RIM anlässlich des Blackberry Innovation Forums in Frankfurt am Main erläuterte. Zugang zum Android Market bekommen die Nutzer nicht. Stattdessen werden die Applikationen über die Blackberry AppWorld verteilt.

Blackberry Balance wird künftig direkt in das Betriebssystem der Smartphones mit dem integrierten E-Mail-Pushdienst integriert. Verfügbar ist das Feature aber auch für neuere Geräte, die noch auf der bislang üblichen Firmware basieren. Damit werden geschäftliche und private Anwendungen auf dem Handheld voneinander getrennt.

Kann RIM wieder zur Konkurrenz aufschließen?

Mit BBX will RIM die Blackberry-Smartphones wieder attraktiver gestalten. So sollen Geschäftskunden gehalten und Privatkunden gewonnen werden. Die bislang im Markt befindlichen Blackberrys können uneingeschränkt weiter genutzt werden. Für das nächste Jahr wurden sogar noch weitere Handys angekündigt, die auf dem Blackberry OS7 basieren.

Seit einigen Jahren spürt RIM verstärkt Konkurrenz durch Mitbewerber wie Apple mit dem iPhone und Google mit den Android-Smartphones. Auf dem Blackberry Innovation Forum wurde zudem deutlich, dass das Unternehmen auch die Windows-Phone-Plattform ernst nimmt, obwohl sich die bislang angebotenen Smartphones mit dem Microsoft-Betriebssystem schlechter verkauft hatten als erwartet.

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