Jahresplanung

Blackberry: Zwei neue Android-Smartphones in 2016

Blackberry setzt in Zukunft offenbar ausschließlich auf das Android-Betriebssystem von Google. Ob es weitere Smartphones mit der eigenen Firmware Blackberry 10 geben wird, ist offen.
Von der CES in Las Vegas berichtet
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Werbung für Blackberry Priv in amerikanischem Mobilfunk-ShopWerbung für Blackberry Priv in amerikanischem Mobilfunk-Shop Noch vor einem Jahr stand Blackberry am Abgrund. Die Verkaufszahlen für die eigenen Smartphones wurden von Quartal zu Quartal schlechter, so dass die Hardware-Sparte des Unternehmens sogar gänzlich zur Disposition stand, während der kanadische Konzern mit seinen Software-Lösungen inzwischen wieder profitabel ist.

Doch auch beim Geschäft mit Smartphones scheint es Blackberry nun gelungen zu sein, die Trendwende zu schaffen. Der CEO des Unternehmens, John Chen, sagte am Rande der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas, der Ausstieg aus dem Geschäft mit Smartphones sei vom Tisch, da er davon überzeugt sei, dass diese Sparte profitabel sein kann.

Dazu hatte Chen vor einigen Monaten das Ziel ausgegeben, pro Jahr fünf Millionen Smartphones zu verkaufen. Ein Wert, über den Branchen-Riesen wie Samsung und Apple müde lächeln, der aber für ein Unternehmen wie Blackberry dennoch ein Erfolg wäre. Immerhin 700 000 Handsets konnten die Kanadier im zurückliegenden Geschäftsquartal absetzen.

Zu den wieder besseren Verkaufszahlen dürfte vor allem das Blackberry Priv beigetragen haben. Bei diesem Gerät hatte der Hersteller erstmals nicht auf ein eigenes Betriebssystem, sondern auf Android von Google gesetzt. Damit erweitert sich die Zielgruppe des Boliden deutlich, denn neben Blackberry-Fans ist der Handheld auch für Android-Nutzer interessant, denen in den vergangenen Jahren ein Gerät mit Hardware-Tastatur gefehlt hat.

Blackberry Priv bei weiteren Anbietern

In den kommenden Monaten könnten sich die Verkaufszahlen noch weiter verbessern, denn Blackberry bietet das Priv nun sukzessive in weiteren Ländern und bei weiteren Mobilfunk-Netzbetreibern an. So wurde das Telefon mit Slider-Mechanismus im Rahmen eines Pressetermins zur CES nun beispielsweise auch für die amerikanischen Provider Verizon und T-Mobile angekündigt. Bislang wurde das Blackberry Priv in den Vereinigten Staaten nur von AT&T verkauft.

Der Erfolg spornt Blackberry nun an, den einmal eingeschlagenen Weg weiter zu beschreiten. Gegenüber Cnet sagte CEO Chen, in diesem Jahr seien ein oder zwei neue Smartphones geplant, die beiden auf dem Android-Betriebssystem basieren. Die bestehenden Geräte mit der eigenen Firmware Blackberry 10 werden aber weiter verkauft.

In den kommenden Monaten will Blackberry auch den Verkaufspreis für das Priv sukzessive senken, so dass weitere Käufer erreicht werden. Ende März soll der Bolide auch mit der aktuellen Android-Version 6.0 ausgestattet werden. Für Blackberry 10 ist ebenfalls ein Software-Update geplant. Ob das System danach weiter gepflegt wird, erscheint aber zumindest fraglich.

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