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Blackberry 10 kommt später: Betriebssystem nicht ausgereift

Interne Kritik an neuem Smartphone-Betriebssystem von RIM
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Der Blackberry-Hersteller RIM hat es in diesem Jahr nicht leicht. Zum einen gehen die Umsätze bei den einst vor allem bei Geschäftskunden beliebten Smartphones mit E-Mail-Pushdienst zurück. Zum anderen kämpfte das Unternehmen im Herbst mit technischen Problemen, die zu einem tagelangen Ausfall der Dienste führte.

Das Blackberry-Betriebssystem ist allerdings auch in die Jahre gekommen. Viele Kunden wählen beim Neukauf eher ein Apple iPhone oder ein Smartphone, das auf dem Android-Betriebssystem von Google basiert. RIM hat in den vergangenen Jahren bereits Korrekturen an seiner Firmware vorgenommen, so dass die Handhelds mit Multimedia-Features versehen verstärkt auch private Anwender ansprechen.

Erste Blackberry-10-Smartphones erst in einem Jahr

Blackberry 10 kommt späterBlackberry 10 kommt später Nun sollen die Smartphones ein komplett neues Betriebssystem bekommen. Dabei arbeitet RIM mit QNX zusammen, das zu diesem Zweck im vergangenen Jahr auch übernommen wurde. Eigentlich sollte das neue Blackberry-Betriebssystem schon in den nächsten Monaten fertig sein. Inzwischen räumte RIM Verzögerungen ein. Wohl erst in einem Jahr wird es erste Smartphones geben, die auf Blackberry 10, wie sich die neue Software nennt, basieren.

Das Onlineportal Boy Genius Report meldete unter Berufung auf RIM-Kreise, Grund für die Verzögerung sei die Tatsache, dass Blackberry 10 derzeit noch eine Software-Baustelle sei. Nicht einmal eine eigene E-Mail-Applikation - eigentlich Kernstück der Blackberry-Smartphones - gebe es bislang. Auch der Blackberry Messenger sei auf der neuen Plattform noch nicht verfügbar.

Angesichts dieser Einschränkungen ist es für die Kunden ein schwacher Trost, dass mit Blackberry 10 künftig auch Android-Applikationen auf den Smartphones von RIM laufen sollen. Diese sollen sich innerhalb weniger Stunden so anpassen lassen, dass die Verwendung auf dem Blackberry möglich ist.

RIM weist Vorwürfe zurück

RIM selbst weist die angeblichen Defizite bei der Software-Entwicklung von sich. Vielmehr hänge die Verzögerung bei der Einführung von Blackberry 10 damit zusammen, dass der Hersteller noch auf bislang nicht verfügbare Chipsätze warte, die bei den neuen Handhelds integriert werden sollen. Damit soll sich mit dem Blackberry künftig auch das LTE-Netz nutzen lassen.

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