Neustart

Blackberry 10 will "best of" mobiler Betriebssysteme werden

RIM zeigte Software-Entwicklern die Möglichkeiten der neuen Plattform
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RIM stellt Blackberry 10 vorRIM stellt Blackberry 10 vor In knapp drei Wochen ist es soweit: Am 30. Januar will der kanadische Hersteller RIM den offiziellen Startschuss für die Blackberry-10-Plattform geben. Erste Informationen wurden an Entwickler, die Anwendungen für die neuen Smartphones programmieren sollen, bereits im Frühjahr vergangenen Jahres weitergegeben. Seinerzeit erhielten einige Entwickler auch Vorserienmodelle eines Blackberry-10-Smartphones.

In den vergangenen Monaten hat RIM seine Plattform weiter verfeinert, eine Weiterentwicklung des Vorserien-Smartphone-Modells wurde an Entwickler vergeben. Ende vergangenen Jahres war das Software Development Kit (SDK) quasi fertiggestellt. Gestern informierte RIM deutsche Entwickler in seinem Development Center in Bochum über den Stand der Dinge.

Blackberry 10: Software ist beinahe final

Wie das Unternehmen mitteilte, ist das neue Betriebssystem beinahe final. Dabei soll neue neue Software eine Art "best of" aller mobilen Plattformen werden. Als herausragende Weiterentwicklungen gegenüber der bisherigen Smartphone-Plattform von Blackberry nannte das Unternehmen unter anderem die Möglichkeit der Wiedergabe von HD-Videos, ein völlig tastenfreies Touchscreen-Handy, das sich über Gesten steuern lässt sowie Multitasking innerhalb von Apps und zwischen verschiedenen Anwendungen. Darüber hinaus nannte der Blackberry-Hersteller die Möglichkeit, Applikationen über den gesamten Bildschirm zu nutzen - ohne möglicherweise störende Benachrichtigungszeilen oder ähnliches.

Für Entwickler soll der Zugang zur Plattform zudem so einfach wie möglich gestaltet werden. So können Anwendungen für Blackberry 10 auf verschiedenen Wegen erstellt werden. Unter anderem lässt sich der HTML5-Standard nutzen, aber auch Adobe Air wird unterstützt. Wie schon beim Blackberry Playbook lassen sich auch Android-Apps für Blackberry 10 anpassen.

Bei der Unterstützung für Android-Anwendungen gibt es allerdings Einschränkungen, wie RIM einräumte. So steht hier die Bluetooth-Schnittstelle beispielsweise nicht zur Verfügung. Darüber hinaus sind nicht alle für die Google-Plattform programmierten Apps mit Blackberry kompatibel. Ob sich die eigene Applikation anpassen lässt, kann über ein Online-Tool innerhalb weniger Minuten ermittelt werden.

Startbildschirm erinnert an iOS und Android

Der Startbildschirm von Blackberry 10 sieht ähnlich wie die Benutzeroberfläche von iOS oder Android aus. Widgets gab es aber zumindest während der Präsentation in Bochum nicht zu sehen. Der Sperrbildschirm zeigt den Akku-Stand, das S-Meter für WLAN und das Mobilfunknetz, eine Uhr, das Datum und Informationen über eingegangene Informationen - beispielsweise die Anzahl der ungelesenen E-Mails und SMS-Nachrichten. Ein Nachtmodus dunkelt das Display ab und zeigt weiterhin die Uhr an.

Das Multitasking-Menü erinnert an die Lösung, die Samsung bei seinen aktuellen Android-Smartphones gewählt hat. Der Blackberry Hub bietet Zugriff auf alle eingegangenen Informationen und Blackberry Balance trennt private und geschäftliche Daten und Anwendungen.

Wie die Mitbewerber bietet auch der Blackberry mehrere Homescreens, auf denen die dem Nutzer wichtigsten Anwendungen hinterlegt werden können. Alle installierten Apps sind - wie bei Android - im Hauptmenü zu finden. Die virtuelle Tastatur auf dem Touchscreen erinnert an SwiftKey auf der Android-Plattform.

Welche Überraschungen hat RIM noch in petto?

RIM verspricht, zum offiziellen Start am 30. Januar noch einige Features in der Hinterhand zu haben, über die jetzt noch nicht informiert wird. Zudem sickerten in Branchenkreisen Hinweise durch, nach denen das Unternehmen in diesem Jahr insgesamt sechs Smartphones veröffentlichen wird, die auf der neuen Firmware basieren. So wurde in Bochum nochmals bestätigt, dass es kurze Zeit nach dem reinen Touchscreen-Gerät, mit dem Blackberry 10 startet, auch ein Modell mit physischer Tastatur geben wird.

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