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RIM: Blackberry 10 läuft nicht auf bisherigen Smartphones

Neues Betriebssystem erfordert die Anschaffung neuer Hardware
AAA

In der vergangenen Woche fand die Blackberry DevCon in Amsterdam statt. Diesen Anlass nutzten Software-Entwickler und andere Interessenten, um sich über Neuheiten rund um die Smartphones und Tablets des kanadischen Herstellers RIM zu informieren. Ein besonderes Interesse gilt dabei dem neuen Betriebssystem Blackberry 10, das im Herbst verfügbar sein soll.

Kein Blackberry-10-Update für bisherige SmartphonesKein Blackberry-10-Update für bisherige Smartphones Eine vor kurzem durchgesickerte Roadmap zeigte, dass es in diesem Jahr voraussichtlich noch zwei neue Smartphones geben wird, die auf der Blackberry-10-Firmware basieren. Wer als Besitzer eines heutigen Blackberry in den Genuss der neuen Features kommen möchte, muss sich allerdings ein neues Smartphone kaufen. Das Blackberry Playbook soll sich dagegen im Herbst mit der neuen Software ausstatten lassen.

RIM: Hardware für neue Firmware nicht geeignet

Die Hardware der bislang auf dem Markt befindlichen Blackberry-Handys ist nach RIM-Angaben nicht für Blackberry 10 geeignet. Bislang setzte das Betriebssystem der Smartphones mit dem integrierten E-Mail-Pushdienst auf Java auf, während Blackberry 10 auf QNX basiert. Schon in den vergangenen Jahren wurden Blackberry-Besitzer teilweise hinsichtlich der Verfügbarkeit von Firmware-Updates enttäuscht. So konnten selbst Smartphones, die 2010 mit dem Blackberry-OS 6 auf den Markt kamen, im vergangenen Jahr nicht auf das Blackberry-OS 7 aktualisiert werden.

Immerhin bot RIM für Handhelds, die mit der Firmware-Version 5 auf den Markt kamen, ein Update auf Blackberry-OS 6 an. Hier wäre allerdings ein Leitfaden sinnvoll gewesen, der den Kunden aufzeigt, in welchen Fällen ein Update sinnvoll ist und wo sich die Kunden mit dem Umstieg auf die neue Firmware keinen Gefallen tun.

Bei einem Blackberry Bold 9700 stehen beispielsweise nach der Installation des Blackberry-OS 6 nur noch rund 60 MB interner Speicherplatz zur Verfügung. Sobald der Nutzer einige Apps installiert, wird die Speicherkapazität sehr knapp. Auf die Speicherkarte lassen sich Apps beim Blackberry nicht auslagern.

Blackberry verlor an Beliebtheit

In den vergangenen Jahren hatte Blackberry erheblich an Marktanteilen verloren. Einerseits spürt RIM die Konkurrenz durch das Apple iPhone und durch Android-Smartphones. Zudem musste RIM im vergangenen Jahr mit technischen Problemen kämpfen, die zu mehrtägigen Dienste-Ausfällen führten.

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