Kritik

"Internet an den Schulen scheitert häufig an den Lehrern!"

BITKOM-Chef Prof. Scheer kritisiert mangelnde Motivation
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Zum Auftakt der CeBIT in Hannover stellte der BITKOM passend zum Messemotto "Connected Worlds" eine neue Studie zur Internetnutzung in Deutschland mit dem gleichen Titel vor. Demnach gehört das Internet fest zum Alltag der Deutschen. Für 58 Prozent der Deutschen ist ein Leben ohne Internet mittlerweile nicht mehr denkbar. Neue Verbindungen zwischen Arbeit und Freizeit, Bürgern und Staat, Wirtschaft und Verbrauchern verändern das Leben der Menschen massiv. Für junge Menschen bis 29 Jahre sei das Web schon heute Medium Nummer 1 - weit vor Radio, Fernsehen, Zeitungen und Büchern.

Altersgrenze liegt inzwischen bei 65 Jahren

Eine Grafik der Bitkom zeigt unterschiedliche Nutzergruppen des InternetsDie unterschiedlichen Nutzergruppen des Internets 71 Prozent der Deutschen nutzen heute das Internet, die jungen und mittleren Altersgruppen sind zu mindestens 90 Prozent online. "Der digitale Graben zwischen den Onlinern und Offlinern hat sich verschoben und liegt bei 65 Jahren", sagte Prof. Scheer, Präsident des BITKOM heute in Hannover. Unter den Senioren ab 65 Jahren ist nur jeder dritte im Web (32 Prozent).

Die Daten zur Studie wurden von der ARIS Umfrageforschung im Auftrag des BITKOM erhoben. Dabei wurden eintausend deutschsprachige Personen ab 14 Jahren in Privathaushalten befragt.

Internet-Ausbildung in der Schule braucht engagierte Lehrer!

Nicht so gut sieht es leider bei der Aus- und Weiterbildung, speziell in den Schulen aus. Prof. Scheer gab im Anschluss an die Pressekonferenz zu, dass es immer noch von einem motivierten Informatik-Lehrer oder einer engagierten Schulleitung abhänge, ob und wie gut die Ausbildung am Computer und im Internet für die Jüngsten der Bevölkerung sei. Fehle dieser, werde Informatik und Internet gar nicht oder sehr unzureichend unterrichtet, so Scheer in Hannover. Der BITKOM forderte daher, das Fach Informatik zum Pflichtfach an allen allgemeinbildenden Schulen zu machen und auch im Bereich der Lehrerausbildung massiv zu investieren.

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