Google werde man vorerst nicht gefährden können, so Steve Ballmer
Microsoft-Chef Steve
Ballmer hat die Erwartungen an die neue Internet-Suchmaschine des Softwareriesen gedämpft.
Die Bing getaufte Suchseite
sei in den ersten Tagen zwar "sehr gut" bei den Nutzern angekommen, sagte
Ballmer bei einem Wirtschaftstreffen. Bing werde dem Suchgiganten Google aber in naher Zukunft
nicht die Stirn bieten können. "Ich möchte die
Erwartungen nicht zu hoch ansetzen. Wir werden beharrlich sein und über einen
langen Zeitraum ein hohes Innovationstempo durchhalten", kündigte der
Microsoft-Chef an.
Wichtig sei es, sich auf "den Wandel der Dinge, des Ansatzes, des
Geschäftsmodells zu verpflichten", sagte Ballmer. Das sei weder in sechs
Monaten noch in ein oder zwei Jahren möglich. Microsoft hatte Bing Ende Mai
vorgestellt und damit sein altes Suchangebot MSN
Live Search abgelöst. Bing soll Internetnutzern eine Reihe neuartiger Funktionen
bieten. So soll das Angebot den Sinn von Suchanfragen besser verstehen und die
Ergebnisse nach Themen gliedern. Die alte Live-Suchmaschine von Microsoft hatte
über lange Zeit Marktanteile verloren und weit abgeschlagen hinter Google und
Yahoo gelegen.