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Fuduntu im Test: Linux-Distribution auf Fedora-Basis für Netbooks02.01.2011
12:08 Wir zeigen das für Netbooks und Tablets optimierte Fuduntu in Bildern
Von Falko Benthin
Fuduntu ist eine sehr junge Linux-Distribution, die das erste Mal im November 2010 veröffentlicht wurde. Trotz des "untu" im Namen basiert Fuduntu nicht auf dem beliebten Ubuntu, sondern auf Fedora. Entwickelt wurde die Distribution von Andrew Wyatt aka Fewt Fewt, einem Linux-Enthusiasten und RedHat Certified Engineer. Fewt hat auch das Hardware- und Powermanagement-Applet Jupiter entwickelt.
Installation
AusstattungDa Wyatt nicht nur Linux sondern auch Netbooks mag, hat er Fuduntu auf diese Minirechner optimiert. Fuduntu basiert auf Fedora 14 (Laughlin) und kommt mit einem Kernel 2.6.35. Für die Desktopumgebung griff Wyatt zu Gnome 2.32. Auf eine besondere, an kleine Bildschirme angepasste Nutzerschnittstelle hat Wyatt verzichtet, was sich überhaupt nicht störend bemerkbar macht, denn der Desktop ist aufgeräumt und auf Anwendungen und Ordner kann schnell über die Gnome-Menus zugegriffen werden. Nutzer verfügen per default über zwei Workspaces, zwischen denen sie schnell mit der Tastenkombination [Strg]+[Alt][Left|Right] wechseln können. Bei Bedarf lassen sich mehr Workspaces hinzufügen, so dass es nur selten zu einem vollgekramten Desktop kommen dürfte.
Die Software hat Fewt sinnvoll ausgewählt, aber vor allem bei älteren Netbooks ist es vielleicht manchmal etwas zu viel des Guten. So ist OpenOffice.org 3.3 zwar eine feine Sache, aber für ein kleines Netbook, auf dem längeres Arbeiten schnell zur Pein wird, vielleicht etwas schwergewichtig.
Die moderne Fotoverwaltung Shotwell ist dabei, um Anwender vor dem Ertrinken in digitalen Bilderfluten zu bewahren, die Anwendung kann die Daten vieler ähnlicher Programme importieren. Um sich multimedialem Müßiggang hinzugeben, sind der Totem Movie Player, der VLC Media Player und die Audioabspieler Rhythmbox an Bord, die Webcam-Applikation Cheese hilft beim Schminken oder Krawatte binden. Daneben gibt es noch eine Reihe kleiner Helferlein, etwa das ebenfalls von Wyatt entwickelte Hardware- und Powermanagement-Applet Jupiter, mit dem sich nicht nur die Prozessorgeschwindigkeit anpassen lässt, sondern auch mit wenigen Klicks WLAN, Bluetooth und Touchpad (de)aktiviert sowie Auflösung bzw. Bildschirmorientierung geändert sind. BedienungBei der täglichen Nutzung lässt Fuduntu kaum Wünsche offen. Für viele Aufgaben stehen kleine Hilfsanwendungen bereit, etwa der Networkmanager für die Verwaltung von Netzwerkverbindungen oder der Gnome Package Manager um Software zu installieren und zu entfernen. Fehlt etwas, können sich Anwender so komfortabel aus den Fedora-Repositories bedienen. Mit der Installation Fuduntus wandern auch gleich Flash (leider nur eine ältere Version) und der Fluendo MP3 Codec auf die Festplatte, so dass hier später keine merkwürdigen Überraschungen zu erwarten sind, wie etwa ein Youtube-Video, das nicht angezeigt wird.
FazitMit Fuduntu ist Wyatt eine runde Netbook-Distribution gelungen, die den Vergleich mit dem Platzhirsch Ubuntu nicht zu scheuen braucht. Das System ist schnell, leicht bedienbar und lässt nichts missen, dessen es zur Bewältigung alltäglicher Aufgaben bedarf. Falls doch die ein oder andere Anwendung fehlt, stehen die Chancen gut, sie in Fedora-Repositories zu finden. Wer zu Weihnachten ein Netbook mit einem Betriebssystem geschenkt bekam, das der Zeit um ca. 15 Jahre hinterherhinkt, verschwendet keine Zeit, wenn er Fuduntu ein paar Tage testet um dann zu entscheiden, ob es nicht die bessere Wahl für den kleinen Rechner ist. Anzeige:
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