Smart Home

Belkin WeMo: Per App schaltbare Steckdosen und Lichtschalter

Nach iOS soll auch Unterstützung für Android folgen
AAA

Der Zubehör-Hersteller Belkin fügt seinem Smart-Home-Angebot namens "WeMo" nach der per iPhone-App oder Bewegungsmelder schaltbaren Steckdose WeMo Switch und dem Babymonitor WeMo Baby nun auch einen Lichtschalter hinzu. Zudem sollen die Geräte bald auch per Android-Smartphone steuerbar sein. Sowohl den Lichtschalter als auch die App will Belkin in dieser Woche auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas vorstellen, in Deutschland werden beide voraussichtlich jedoch erst ab Sommer erhältlich sein.

Der bereits erhältliche WeMo Switch kann mit der iOS-App zuhause und von unterwegs direkt geschaltet werden. Zudem kann der Nutzer auch zahlreiche Regeln definieren, nach denen die Steckdose schalten soll. Zusätzlich kann er die Steckdose auch mit einem Bewegungsmelder kombinieren, der eine Reichweite von etwa drei Metern haben soll. Der WeMo Switch ist zu einem Preis von etwa 50 Euro erhältlich. Im Paket zusammen mit dem Bewegungssensor kostet die Steckdose etwa 100 Euro, zum gleichen Preis ist auch der WeMo Babymonitor erhältlich. Die App gibt es kostenlos in Apples Appstore.

Fernsteuerung per App als Smart-Home-Trend

Belkin WeMo SwitchBelkin WeMo Switch:
Per App fernsteuerbare WLAN-Steckdose
Die Steuerung von Steckdosen und anderen Geräten per App auf Smartphone oder Tablet ist einer der Trends der Smart-Home-Technik, jedoch unterscheiden sich die Lösungen der verschiedenen Hersteller sehr stark in Funktionsumfang, Erweiterbarkeit und Preis. Einige Produkte ermöglichen etwa die Einteilung von schaltbaren Steckdosen in verschiedene Gruppen und komplexe Zeit- oder Sensor-gesteuerte Regeln, wohingegen andere wenig mehr Funktionalität als eine übliche Funksteckdose bieten - nur dass eben ein Smartphone mit App als Fernbedienung dient. Zudem unterscheiden sich die verschiedenen Lösungen danach, mit welcher Funktechnik die Steckdosen angesteuert werden: Zur Auswahl stehen die Standards WLAN und DECT sowie Hersteller-eigene Verfahren auf 433 MHz, der von herkömmlichen Funksteckdosen häufig genutzten Frequenz.

Neben Belkin haben auch andere Hersteller per App fernsteuerbare Geräte im Angebot, so etwa AVM mit der Steckdose FRITZ!DECT 200. Diese benötigt allerdings bestimmte FRITZ!Box-Modelle wie die FRITZ!Box 7390 oder die FRITZ!Box 7270 als Steuer-Zentrale und kommuniziert mit diesen per DECT. Auf die Steuerung per App müssen sich Nutzer allerdings derzeit noch etwas gedulden. So hat der Berliner Netzwerk-Spezialist bereits Apps für iOS und Android angekündigt, bisher können Nutzer die FRITZ!DECT 200 mit dem Smartphone jedoch nur über die mobile Webseite für die FRITZ!Box-Administration bedienen.

Belkins WeMo-Produkte kommen hingegen ohne "Zentrale" aus und können vom Nutzer zuhause mithilfe eines beliebigen WLAN-Routers mit Internetverbindung vernetzt werden. Bisher können davon jedoch nur iOS-Nutzer mit einem iPhone, iPod touch oder iPad sowie und iOS-Version 5 oder höher profitieren. Im Sommer will Belkin auch eine App für Android-Nutzer ab Version 4.x veröffentlichen.

Weitere Anbieter: RWE SmartHome, eSaver iConnect, SteckerChecker

eSaver iConnect StarterKiteSaver iConnect StarterKit Per iOS-App bedienbar sind ebenfalls die Funksteckdosen der iConnect-Reihe des niederländischen Unternehmens eSaver und die SmartHome-Produktreihe von RWE. Der Fernzugriff unterwegs ist jedoch nicht immer selbstverständlich. So betrachtet RWE dies als besonderen Dienst, für den der Kunde als optionales Feature 14,95 Euro monatlich bezahlen muss. Für den Einsatz der RWE-SmartHome-Geräte benötigt der Nutzer immer eine Schaltzentrale, welche etwa im StarterPaket enthalten ist, das ab etwa 280 Euro einen nicht gerade preisgünstigen Einstieg bietet. Dafür sind beim RWE-System neben Steckdosen auch zahlreiche weitere Aktoren und Sensoren einbindbar, wie etwa Heizungsthermostate oder Rauch- und Bewegungsmelder.

Die App SteckerChecker, mit welcher der Nutzer seine bestehenden 433-MHz-Funk-Steckdosen "smart" machen kann, besitzt hingegen einen weit kleineren Funktionsumfang. Hier geht es vor allem darum, die bestehenden Fernbedienungen zu ersetzen, daher funktioniert das Schalten der Steckdosen per App nur übers heimische WLAN. Dazu benötigt der Nutzer neben der App, welche für iOS und Android verfügbar ist, ein 433-MHz-LAN-Gateway, dass die Steckdosen ins heimische Netzwerk einbindet. Der Fernzugriff soll in Zukunft als Feature hinzugefügt werden. Die SteckerChecker-App kostet 5,49 Euro und ein passendes Gateway schlägt mit etwa 50 bis 100 Euro zu Buche.

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