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Keine Kostentransparenz für einheitliche Behördennummer 115

24.03.2009
12:04

Keine einheitliche Preisgestaltung, Tarifansage keine Plicht

Inhaltsverzeichnis:

1. Telefonische Auskünfte zu den häufigsten Anfragen
2. Arcor berechnet mehr für 115-Anrufe als die Telekom

Es ist soweit: Die Behördenrufnummer 115 startet in einzelnen Regionen in den Testbetrieb. Ab sofort können sich rund zehn Millionen Bundesbürger für einfache Auskünfte den Gang zum Amt sparen und diesen stattdessen telefonisch einholen. Anrufer der einheitlichen Rufnummer 115 sollen künftig mit geschulten Telefonisten sprechen können, die schnell und einfach Auskunft zu den häufigsten Anliegen geben oder anderenfalls die Anfrage an einen kompetenten Ansprechpartner weiterleiten können. An dem D115 genannten Projekt sind der Bund, die Länder und die Kommunen beteiligt.

Rund zehn Millionen Menschen in 40 ausgewählten Regionen können in den kommenden Wochen und Monaten den zentralen Behördenruf ausprobieren. Zu den an dem Projekt teilnehmenden Regionen zählen beispielsweise Berlin, der Raum Köln/Bonn und das Rhein-Main-Gebiet. Die Mitarbeiter der Servicecenter sind von Montag bis Freitag zwischen 8 und 18 Uhr erreichbar. Zum Start gilt folgendes Versprechen: 75 Prozent aller Anrufe sollen innerhalb von 30 Sekunden durch einen Mitarbeiter in einem D115-Servicecenter angenommen und mehr als die Hälfte der Anfragen auch gleich beantwortet werden. Kann eine Anfrage nicht sofort beantwortet werden, soll der Anrufer innerhalb von 24 Stunden einen Rückruf oder Informationen per Fax oder E-Mail erhalten.

Der Pilotbetrieb wird voraussichtlich zwei Jahre lang laufen und nach und nach um weitere Regionen und Dienstleistungen erweitert werden.

So viel kosten Anrufe auf die Behördenrufnummer 115

Während die Einrichtung einer solchen zentralen kostenpflichtigen Auskunftsnummer für telefonische Fragen an die Behörden sinnvoll ist, haben es die Telefonfirmen und Mobilfunkanbieter versäumt, für eine transparente Preisgestaltung für Anrufe auf die 115 zu sorgen. Während ein Anruf der 115 aus dem Festnetz je nach Anbieter zwischen 7 und 12 Cent pro Minute kostet, zahlen Handy-Nutzer für einen Anruf je nach Mobilfunknetz und Anbieter zwischen 17 und 50 Cent pro Minute. Die Deutsche Telekom berechnet 7 Cent pro Minute für einen Anruf aus ihrem Festnetz. Von einzelnen Festnetzfirmen ist die 115 gar nicht zu erreichen.

Die Ähnlichkeit der zentralen Behördenrufnummer mit den kostenlos anwählbaren Notrufnummern 110 und 112 kann allerdings schnell dazu führen, dass die Nutzer sich nicht der anfallenden Kosten bewusst sind. Zudem gibt es von Gesetzgeber keine Verpflichtung für die Telefon- und Mobilfunkanbieter, vor Gesprächsbeginn die Kosten für einen Anruf auf die 115 anzusagen. Die entsprechenden Verbindungskosten finden Interessenten nur in den ausführlichen Tarifinformationen bzw. in den AGB der Telefonfirmen.
 

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Meinungen und Erfahrungen der Community:

Betreff Autor Datum
RE: Behördenauskunfts-Nr. 115 marbri 28.03.10 01:32
Behördenauskunfts-Nr. 115 Sonnenbus 27.03.10 10:43
Klar, offiziell keine Entgeltweitergabe fe rnwe h 24.03.10 23:18
Obrigkeits-Zersplitterung ist das ... JStefan 20.03.10 00:04
Beitrags-Index ]  [ Thread-Index ] 

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Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2011-10, Erwachsene ab 14 Jahre