Kostenfalle

Base schafft die Internet-Flatrate in Smartphone-Tarifen ab

Die Daten-Automatik ist bei Base jetzt fester Vertragsbestandteil. Damit verabschiedet sich der Anbieter von einer echten Daten-Flatrate. Wir berichten darüber, welche Auswirkungen die Neuregelung für die Kunden hat.
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Base streicht Daten-Flat in Smartphone-TarifenBase streicht Daten-Flat in Smartphone-Tarifen Wie berichtet hat Base zu Monatsbeginn Veränderungen bei seinen Smartphone-Tarifen vorgenommen. So ist die Daten-Automatik jetzt für alle Privatkunden-Tarife verpflichtend. Das Feature ist fester Vertragsbestandteil und kann vom Kunden nicht storniert werden. Das ist einerseits praktisch, sorgt die Daten-Automatik doch dafür, dass die Nutzer auch nach Verbrauch des in ihrem Tarif enthaltenen Inklusivvolumens weiter mit voller Übertragungsgeschwindigkeit surfen können. Auf der anderen Seite fallen für das Nachbuchen zusätzlicher Datenpakete aber unter Umständen auch Kosten an, die vom Kunden nicht gewünscht sind.

Braucht der Kunde das Inklusivvolumen der Internet-Option seines Tarifs auf, so wird nicht etwa - wie in den meisten anderen Datentarifen auf dem deutschen Mobilfunkmarkt - die Performance gedrosselt und der Kunde hat selbst die Möglichkeit, weiteres Highspeed-Datenvolumen nachzubuchen. Vielmehr erfolgt diese Nachbuchung bis zu dreimal im Abrechnungszeitraum automatisch. Abhängig von der gebuchten Daten-Automatik-Variante, die wiederum vom Tarif des Nutzers abhängig ist, werden bis zu dreimal 50, 100 oder 750 MB aufgebucht.

Diese Varianten der Daten-Automatik gibt es

Kunden, die die Daten-Automatik vor dem 1. Mai gebucht haben, erhalten generell jeweils 100 MB für 2 Euro. Seitdem gilt in den Base-Tarifen Pur, Smart und All-in Light die Daten-Automatik light, bei der für jeweils 1,50 Euro Pakete mit 50 MB nachgebucht werden. Für die Vielnutzer-Optionen mit 5 GB Inklusivvolumen hat Base wiederum die Daten-Automatik plus eingeführt. Hier gibt es jeweils 750 MB für 5 Euro.

Hat der Nutzer auch diese zusätzlichen Datenpakete vollständig verbraucht, so wird die Performance des Internet-Zugangs in der Tat bis zum Beginn des jeweils nächsten Abrechnungszeitraums gedrosselt. Beschreibung zu Base All-in Ende Mai noch mit Internet-FlatrateBeschreibung zu Base All-in Ende Mai noch mit Internet-Flatrate Wird allerdings das Zusatz-Volumen in drei aufeinanderfolgenden Monaten komplett verbraucht, so erfolgt automatisch der Wechsel in die nächsthöhere Internet-Option. Auch dies kann vom Kunden nicht storniert werden, da es sich um einen festen Vertragsbestandteil handelt.

Base argumentiert, die Kunden würden so immer die für sie passende Datenoption nutzen. Das mag auf den ersten Blick richtig sein. Wer aber nur für eine gewisse Zeit, beispielsweise ein halbes Jahr, den Internet-Zugang intensiver nutzen möchte oder muss, bleibt auch darüber hinaus bis zum Ende der Mindestvertragslaufzeit an die höherwertige Datenoption gebunden. Umgekehrt haben Nutzer der 5-GB-Option nach maximal 7,25 GB keine Möglichkeit mehr, für den Rest des Monats mit voller Übertragungsgeschwindigkeit zu surfen.

Base streicht das Wort "Flat" aus den Tarifbeschreibungen

Base selbst hat den Änderungen in seinen Tarifbedingungen auf seiner Webseite bereits Rechnung getragen. Auf der Übersichtsseite zu den Smartphone-Tarifen lautet zwar die Überschrift noch "Unsere Tarife mit Internet-Flat". Base All-in seit Monatsbeginn ohne Internet-FlatrateBase All-in seit Monatsbeginn ohne Internet-Flatrate In den Beschreibungen zu den Preismodellen selbst vermeidet der Anbieter jedoch die Bezeichnung "Flat" bzw. "Flatrate". So wurde beispielsweise noch Ende vergangener Woche beim Tarif Base All-in die Internet Flat 500 MB als eines der Features genannt. Seit Monatsbeginn steht hier nur noch Internet 500 MB - ohne Flat.

Wer einen neuen Vertrag bei Base abschließt oder einen Tarifwechsel vornimmt, sollte sich zumindest darüber im Klaren sein, dass es sich bei den angegebenen monatlichen Grundgebühren lediglich um die Preise handelt, die anfallen, wenn man das im Vertrag enthaltene Datenvolumen nicht überschreitet. Sobald man über der Volumengrenze liegt, fallen zusätzliche Kosten von bis zu 15 Euro im Monat an - abhängig davon, welche Variante der Daten-Automatik im jeweiligen Tarif aktiviert wird. Kunden, die dreimal hintereinander die Daten-Automatik voll ausnutzen, werden im vierten Monat sogar in eine höherwertige Option umgestellt.

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