Pilotgebiet

Deutsche Bahn weitet Handy-Ticket Touch & Travel aus

Pilotversuch wird auf Nordrhein-Westfalen ausgeweitet
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Das Handy als Fahrkarte - was in einigen Städten Deutschlands schon als Nahverkehrslösung möglich ist, soll schon in zwei Jahren auch bundesweit bei der Deutschen Bahn möglich sein. Dabei soll das Handy nicht nur das Ticket darstellen, was heute mit dem Handy-Ticket schon möglich ist, sondern auch ohne eine Onlineverbindung das Ticket lösen. Das System, das die Bahn schon seit Anfang 2008 zunächst in Berlin und später auch in anderen Städten getestet hat, heißt Touch & Travel. Kommendes Jahr wird das Pilotprojekt abermals erweitert. Touchpoint im Berliner Hauptbahnhof
Foto: teltarif.de

In diesen Tagen werden auch Testkunden das Handyticket auf der Fernverkehrsstrecke von Berlin nach Frankfurt am Main über Hannover nutzen können. Ab kommenden Jahr geht es dann noch weiter: Unter anderem soll die direkte Streckführung Berlin-Frankfurt genutzt werden kannen. Ab Januar 2010 wird Touch & Travel im Rahmen des europäischen Kulturhauptstadtjahres RUHR.2010 aber auch auf den Kulturhauptstadtraum im Ruhrgebiet ausgeweitet. Das heißt, auch Bahnfahrten ins Ruhrgebiet, aber auch beispielsweise nach Hamm, Bielefeld oder Gütersloh, könnten mit Touch & Travel realisiert werden. Zum Teil soll in NRW auch der Nahverkehr eingebunden werden, allerdings werden die Tickets hier dich gültig und müssen auch nicht bezahlt werden. Der Test-Kunde benötigt also weiterhin ein klassisches Ticket. Testgebiet für Touch & TravelTestgebiet für Touch & Travel ab Januar

So funktioniert Touch&Travel

Touch&Travel hat einen entscheidenden Nachteil: Es funktioniert nur mit NFC-fähigen Handys, die de facto auf dem deutschen Markt keine Rolle spielen. Die Bahn stellt ihren Testkunden, die derzeit wieder gesucht werden, daher ein entsprechendes Handy zur Verfügung. Ob bis zum Regelstart 2011 allerdings eine bedeutende Größenordnung an NFC-Handys erhältlich und im Umlauf ist, darf bezweifelt werden. Immerhin: Die Funktionsweise ist einfach. Der Kunde hält sein Handy mit aktivierter Touch-&-Travel-Applikation an einen am Bahnhof installierten Touchpoint, fährt und beendet die Fahrt durch das Halten des Handy an den Touchpoint am Zielort. Die Rechnung kommt dann per E-Mail.