
Die intelligente Steckdose AVM Fritzdect 200
Die von
AVM bereits zur
CeBIT angekündigte
intelligente Steckdose ist so gut wie fertig: Auf dem momentan in Berlin stattfindenden
IFA Innovations Media Briefing konnte teltarif.de die
Smart-Home-Lösung einem ersten Test unterziehen.
Fritz!DECT 200 ist eine intelligente Steckdose, die es dem Nutzer erlaubt, angeschlossene Geräte ein- und auszuschalten und deren Verbrauchswerte zu überwachen (Monitoring). Nachdem im Bereich der intelligenten Hausvernetzung
immer mehr neue Anbieter auf den Markt drängen, war mit Spannung erwartet worden, was
etablierte Hersteller von Netzwerk-Hardware dem Markt in diesem Bereich zukünftig
bieten werden. AVM hat als Hersteller hier den Vorteil, beim Thema Heimvernetzung eine
langjährige Erfahrung mitbringen zu können.
Der bei der intelligenten Steckdose Fritz!DECT 200 von AVM eingesetzte Standard
DECT ULE verwendet ein eigenes Frequenzband bei 1880 MHz, die Reichweite soll
zwischen 50 und 300 Metern liegen
Intelligente Steckdose wird nicht nur über Fritzbox administriert
Die intelligente Steckdose Fritz!DECT 200 sieht auf den ersten Blick aus wie ein
Powerline-Adapter, durch die Aufschrift DECT wird der
Anwender aber eines besseren belehrt. Die Steckdose kommuniziert mit der
Fritzbox über den DECT-Standard, der
üblicherweise für schnurlose Telefone verwendet wird. Es ist also eine zwingende
Voraussetzung, eine Fritzbox mit DECT-Basisstation zuhause
zu haben.

Die Smarthome-Oberfläche auf einem Fritz!Fon
Die Verwendung des DECT-Standards gibt dem Anwender allerdings auch die Möglichkeit,
die Steckdose über ein DECT-Telefon zu administrieren. Momentan geht dies nur mit
Telefonen aus dem Hause AVM, da nur diese über die entsprechenden Menüeinträge
verfügen. Allerdings hat AVM die Entwicklung der Telefonsteuerung noch nicht komplett
abgeschlossen. Auf der IFA-Preview konnten wir auf dem Display des DECT-Telefons
immerhin schon den Energieverbrauch einer Lampe sehen, die an die Steckdose
angeschlossen war. Über einen weiteren Menüeintrag war es bereits möglich, die Lampe
ein- und auszuschalten. Im Test dauerte der Schaltvorgang im Gegensatz zu anderen
Smart-Home-Lösungen weniger als eine Sekunde. Laut AVM soll das Smart-Home-Menü der
hauseigenen DECT-Telefone sukzessive ausgebaut werden.
Umfangreiche Steuerungsmöglichkeiten über Fritzbox und mobile Geräte
Deutlich mehr Bedienkomfort hat die Smarthome-Oberfläche zu bieten: Die eingebaute
Überwachungsfunktion kann nicht nur den Stromverbrauch des angeschlossenen Geräts
erkennen, sondern auch feststellen, wenn das Gerät in den Standby-Modus schaltet. Mit
Hilfe einer Kalenderübersicht kann der Nutzer für einzelne Zeitfenster festlegen, wann
die Steckdose das Gerät ein- oder ausschalten soll.
Auf Wunsch kann der Anwender die Schaltvorgänge auch der so genannten Astrofunktion
überlassen, die je nach Sonnenaufgang oder -untergang das Gerät ein- oder ausschaltet.
Wichtig bei einer Smart-Home-Lösung ist die Steuerungsmöglichkeit von unterwegs über
mobile Geräte. Wie andere Hersteller setzt AVM hier auf Apps für
iPhone und Android, doch AVM möchte sich nicht
nur auf diese beiden Plattformen beschränken. Darum wird es eine mit HTML5 realisierte
Administrationsoberfläche geben, die von allen (mobilen) Plattformen - ganz ohne App
- zugänglich ist. Die intelligente Steckdose Fritz!DECT 200 soll zur IFA im Handel
erscheinen.
Neue Fritzboxen für LTE und VDSL von AVM
Nachdem die Netzbetreiber in Deutschland ihre LTE-Netze
immer mehr ausweiten, steigt der Bedarf an LTE-Hardware für zuhause. AVM präsentiert
nun die bereits auf der CeBIT angekündigte Fritzbox 6810
LTE. Die Box funkt auf zwei Frequenzbändern: Auf 800 MHz, das überwiegend in
ländlichen Regionen eingesetzt wird, und auf 2,6 GHz in Stadtgebieten.

Die Fritzbox 6810 LTE funkt auf zwei Frequenzbändern
Außer LTE und WLAN nach dem n-Standard beherrscht die Box DECT für Schnurlostelefone
oder die oben vorgestellte Smart-Home-Steckdose.
Auch die Fritzbox 7360 war bereits zur CeBIT angekündigt. Außer am klassischen
ADSL-Zugang ist die Box an einem VDSL-Anschluss nutzbar - VDSL wird bis zu einem
Downstream von 100 MBit/s unterstützt. Für die Verteilung der Daten im Haus
sorgen WLAN, vier LAN-Anschlüsse und der integrierte Mediaserver. Drucker und
Festplatten können über zwei USB-Ports angeschlossen werden. Über die DECT-Basisstation
können maximal sechs Schnurlostelefone eingebunden werden. Der Marktstart der Fritzbox
7360 soll im dritten Quartal erfolgen.
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IFA vom 31. August bis 5. September 2012 in Berlin
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