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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 26.05.2012 |
Autoren wenden sich mit "Heidelberger Appell" gegen Google21.04.2009
17:04 Urheberrecht werde von Suchmaschine "mit Füßen getreten"
Rund 1 300 prominente Autoren und Wissenschaftler werfen dem
Internet-Konzern Google Urheberrechtsverletzungen
vor und fordern in einem "Heidelberger Appell" (PDF)
die Unterstützung deutscher Politiker. "Sie müssen unsere Interessen auf der
politischen Ebene vertreten", sagte der Heidelberger Germanistik-Professor
Roland Reuß heute. Der Initiator der Aktion bestätigte einen Bericht der
"Rhein-Neckar-Zeitung" (RNZ),
wonach der Appell gestern mit einem "Brandbrief" an Bundespräsident Horst Köhler,
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sowie alle Ministerpräsidenten und
zahlreiche Bundespolitiker geschickt wurde.
Vorwürfe auch gegen Bibliotheken und "Allianz der Wissenschaftsorganisationen"Die Unterzeichner werfen Google vor, die Suchmaschine erfasse neue Bücher und andere Kulturgüter illegal und stelle sie "ohne Einwilligung der Urheber zum kostenlosen Herunterladen im Internet" zur Verfügung. "Die Rechte der Autoren werden mit Füßen getreten", kritisierte Reuß. Zahlreiche Bibliotheken unterstützten die Suchmaschine ohne Zustimmung der Autoren. Darüber hinaus solle die "Allianz der Wissenschaftsorganisationen" (ADW) die Autoren verpflichten, ihre Arbeiten digital zu publizieren. Die Unterzeichner fordern die Bundesregierung und die Landesregierungen auf, das bestehende Urheberrecht, die Publikationsfreiheit und die Freiheit von Forschung und Lehre entschlossen zu verteidigen. Die Freiheit von Literatur, Kunst und Wissenschaft sei ein zentrales Verfassungsgut. "Dies müssen die Politiker auf internationaler Ebene klar machen", sagte Reuß. Er hofft auf "ein politisches Signal" bevor die Widerspruchsfrist am 5. Mai abläuft, die ein amerikanisches Gericht zu den Plänen von Google festgelegt hat. Zu den Unterzeichnern des "Heidelberger Appells" zählen bekannte Schriftsteller wie Siegfried Lenz, "Die Zeit"-Herausgeber Michael Naumann, viele Büchner-Preisträger sowie zahlreiche Wissenschaftler und Fotografen. dpa / Steffen Herget
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