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Das werden die wichtigsten IT-Trends im Jahr 2015

Im Jahr 2015 dürfte die Vernetzung von Geräten, Maschinen und Menschen noch weiter zunehmen. Ein Großteil des Datenverkehrs wird über mobile Datennetze abgewickelt. Das werden die wichtigsten Trends im neuen Jahr.
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Das werden die wichtigsten IT-Trends im Jahr 2015Das werden die wichtigsten IT-Trends im Jahr 2015 Technische Revolutionen erobern unseren Alltag manchmal im Sturmschritt - auch 2014 war diesbezüglich ein ereignisreiches Jahr. Doch was wird 2015 kommen? Welche Techniken werden unseren Alltag erobern, was wird unser Leben einfacher machen und welche Gadgets wird die Industrie auf den Markt bringen?

Die Deutsche Presseagentur und das Analyse-Unternehmen Juniper Research haben einen Blick in die Zukunft gewagt und geben eine Prognose ab, was 2015 wichtig werden wird. Einiges davon erscheint realistisch - manches überrascht.

Deutsche Presseagentur (dpa)

  • Computer am Handgelenk: Ins Geschäft mit Computer-Uhren kommt Anfang des Jahres neue Bewegung mit dem Markteintritt von Apple. Der iPhone-Konzern dachte sich neue Kommunikations-Methoden aus, wie die Möglichkeit, den Herzschlag an den Partner übertragen zu lassen. Auch Google und Samsung setzten bereits auf Daten-Uhren, auch Smartwatches genannt.

  • Smart Home: Der Kühlschrank, der die Milch selber nachbestellt, bleibt als Massenprodukt vorerst auch weiter Fantasie. Aber für das Zuhause gibt es immer mehr vernetzte Technik. Man kann Heizung und Licht vom Handy steuern, beim Aufwachen springt die Kaffeemaschine an, der Rasensprenger richtet sich nach dem Wetterbericht. Was fehlt, sind einheitliche Standards für Smart Home.

  • Vernetzte Autos: Das Internet hält weiterhin Einzug ins Auto. Das bringt nicht nur die Möglichkeit, Musik aus Streaming-Diensten zu hören, sondern etwa auch aktuellere Verkehrsinformationen direkt bei der Routenplanung. Auch Autos, die sich gegenseitig vor Gefahren oder Unfällen warnen können, rücken näher.

  • Bezahlen per Smartphone: Digitale Smartphone-Geldbörsen gibt es zwar schon, doch jetzt kommt ein Schub. Immer mehr Karten-Terminals unterstützen den NFC-Nahfunk, Apple hat die Technik in seine neuen iPhones eingebaut. Das System des Konzerns, bei dem man die Zahlung per Fingerabdruck statt PIN bestätigen kann, soll auch außerhalb der USA starten.

  • Verschlüsselung: Egal, ob Facebooks WhatsApp, Googles Android-System oder Apples iPhones - die IT-Konzerne wollen nach dem NSA-Skandal das Vertrauen der Kunden mit Verschlüsselung wiedergewinnen. Die Firmen könnten die Daten nicht einsehen und damit auch nicht weitergeben, heißt es. Für die Nutzer soll es nicht komplizierter werden.

Juniper Research

Das bekannte Analyse-Unternehmen Juniper Research sieht folgende wichtigen Trends für das Jahr 2015

  • Datenschutz: 2015 werden viele Nutzer sich mehr Gedanken über den Schutz ihrer persönlichen Daten machen als bisher. Dazu werden auch vermehrt biometrische Schutzmechanismen eingesetzt.

  • Smartwatches und Fitnessarmbänder: Diese Produkte werden einerseits schicker werden, andererseits müssen sie sich bei vielen Nutzern erst "einschmeicheln". Gleichzeitig werden auch die Grenzen der Wearables sichtbarer.

  • NFC: 2015 wird endlich das Jahr werden, in dem die Nahfunktechnik NFC ihren Durchbruch erlebt, und das überwiegend beim kontaktlosen Bezahlen.

  • Mobile Datentarife: Der Trend hat bereits begonnen, das Netzbetreiber ihren Hauptumsatz nicht mehr mit Telefonie, sondern mit Datendiensten machen. Zukünftig werden VoIP, Messenger und insbesondere Musik-Streaming vermehrt über mobile Datennetze genutzt.

  • Kryptowährungen und digitale Brieftaschen: Handelsketten werden sich vermehrt auf Kryptowährungen und digitale Brieftaschen als Bezahlmethode einlassen. Bitcoins sind nur ein Beispiel dafür, auch PayPal wird in diesem Bereich mehr Händler überzeugen.

  • "Angriff" der Drohnen: Die zivile Nutzung von Drohnen wird zunehmen, beispielsweise in Bauwirtschaft, Landwirtschaft, in der Filmproduktion und bei der Paketzustellung. Amazon und Google könnten dabei die Führung übernehmen.

  • Digitale Gesundheits-Überwachung: Über Gesundheits- und Fitness-Plattformen, die per App und Sensoren von Wearables zugänglich sind, werden Nutzer vermehrt selbst die Kontrolle über ihre eigene Gesundheit übernehmen.

  • Günstigere Phablets: Schon im vergangenen Jahr haben die Hardware-Hersteller vermehrt Top-Smartphones mit einer Bildschirm-Diagonale von über 5,5 Zoll vorgestellt, diese waren allerdings meist sehr teuer. Zukünftig werden Phablets im Einsteiger-Segment wichtig - nicht zuletzt in den Schwellenländern, wo Smartphones vermehrt als Statussymbol betrachtet werden.

  • Ortungssysteme in Gebäuden: Für die Outdoor-Navigation ist GPS der Standard, innerhalb von Gebäuden (z. B. Supermärkten) funktioniert das schlecht und auch die Ortung per WLAN ist recht ungenau. Bluetooth Low Energy Beacons und die in Smartphones verbauten Sensoren werden die Indoor-Navigation präzisieren.

  • Bessere Datenverknüpfung (Deep Linking): Apps auf demselben Gerät sind oft schlecht verbunden und auch zwischen Apps und dem Internet gibt es nicht immer eine direkte Verknüpfung. Beispielsweise sollen zukünftig Suchergebnisse in einer App in einer anderen App nutzbar sein, was gemeinsame Datenbanken auf dem Smartphone erfordert. Hier könnte Apple eine Vorreiterrolle spielen.

Mehr zu dem, was im Jahr 2015 noch passieren wird, haben wir in weiteren Ausblicken zusammengestellt.

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