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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 22.05.2013 |
Augmented Reality: Virtuelle Welten & Zusatzinfos auf dem Handy21.10.2012
12:30 Geo-Dienste, Möbelhäuser und Spiele-Hersteller nutzen die Technik
Von Rita Deutschbein mit Material von dpa
Paul liest beim Frühstücken ganz ohne Handy
Kurznachrichten. Beim Blick aus dem Fenster sieht er die
Wettervorhersage und auf dem Weg zur U-Bahn eine aktuelle Information
über eine gesperrte Linie samt Weg - alles ebenfalls ganz ohne
Smartphone. Denn alle Informationen bekommt er von einer schmalen
Brille mit integriertem Rechner, die er trägt, vors Auge projiziert.
Kaufen kann man so etwas noch nicht. Mit seinem sogenannten Project
Glass ist Google noch im Experimentierstadium. Doch mit einem
Smartphone und Apps lassen sich manche Ideen für die sogenannte
Augmented Reality (erweiterte Realität) schon heute umsetzen.
Augmented-Reality-Apps für verschiedene PlattformenZu den bekanntesten AR-Apps zählt zum Beispiel das kostenlose Wikitude, das neben iOS und Android auch für Windows Phone und Blackberry erhältlich ist. Das Programm kann bestimmte Gebäude und andere Sehenswürdigkeiten erkennen und dazu passende Wikipedia-Artikel und andere Zusatzinfos einblenden. Außerdem findet das Programm auf Basis des eigenen Standorts auch Restaurants in der Nähe, Geldautomaten oder sogar freie Wohnungen. Ähnliche Fähigkeiten haben auch andere AR-Apps wie Layar und Junaio, die beide für Android und iOS erschienen sind. Auch einige Kataloge oder Werbeprospekte setzten auf Augmented Reality, um dem Nutzer eine noch bessere Ansicht ihrer Produkte zu ermöglichen. Als Grundlage dienen dabei Apps, die die eigentlichen Informationen beinhalten. Das schwedische Möbelhaus IKEA bietet einen solchen Service beispielsweise für seinen aktuellen Katalog an. Dabei können Nutzer auf speziell gekennzeichneten Seiten mit der Handy-Kamera quasi in die Schränke schauen, Deko-Beispiele aufrufen oder erhalten Ideen für Zusatzprodukte der abgebildeten Möbel. Theoretisch ist mit AR noch viel mehr möglich, erklärt Gudrun Klinker. So könnten AR-Apps von Möbelhäusern in Zukunft die gedruckte Aufbauanleitung ersetzen. Die Technik würde dann zum Beispiel erkennen, wo das Bauteil liegt, das als nächstes montiert werden muss, und ob alles richtig zusammengesetzt ist. Mit den aktuellen Geräten sei das allerdings kaum möglich, sagt die Profesorin. "Dafür reicht die Qualität der Kameras und die Kapazität der Prozessoren heute noch nicht aus." Games und Spielwaren mit Augmented RealityIm Bereich der Computer- und Videospiele sind viele AR-Szenarien bereits Realität. Etwas älter ist zum Beispiel schon "The Eye of Judgement", eine Mischung aus Playstation- und Sammelkartenspiel. Über eine Kamera kann der Spieler seine Karten in das Spiel laden, und dort dann die darauf abgebildeten Monster oder Zaubersprüche verwenden. Sony hat beispielsweise das kinderfreundliche Augmented-Reality-Buch "Wonderbooks" angekündigt. In Kombination mit einer Playstation 3, einer Kamera und dem Move-Controller können junge Leser damit zum Beispiel die Zaubersprüche aus der Harry-Potter-Serie nachahmen. Bei der Konsole XBox 360 sorgt vor allem die Bewegungssteuerung Kinect dafür, dass immer mehr Entwickler mit Augmented Reality experimentieren. Das Ergebnis kann man zum Beispiel im Downloadspiel "Happy Action Theater" erleben, in dem der Spieler mit seinen Bewegungen virtuelle Blumen in seinem Wohnzimmer zum Blühen bringt oder als turmhohes Monster Städte dem Erdboden gleichmacht. Und auch bei den neuesten mobilen Konsolen setzen die Entwickler auf die erweiterte Realität. Für die Vita gibt es zum Beispiel "Little Deviants", in dem Computermonster im eigenen Wohnzimmer gejagt werden müssen. Und dem 3DS hat Nintendo mehrere sogenannter AR-Karten beigelegt. Wo sie liegen, werden virtuelle Objekte in die echte Welt eingeblendet. Die Hardware-Anforderung an Handy und Smartphone
Außerdem sollten Nutzer von Augmented-Reality-Apps im Auge behalten, was die Software an Zusatzinformationen herunterlädt. Handelt es sich dabei um Bilder oder sogar Videoclips, können schnell einige Megabyte zusammen kommen. Das kann für Nutzer mit einem kleinen Datenpaket zum Problem werden. Auch ein gelegentlicher Blick auf den Akkustand lohnt sich: Die ständige Aktivität von Kamera, Internetverbindung, GPS- und Bewegungssensor wird für die Batterie schnell zur Schwerstarbeit. Anzeige:
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