Prisma

Asus Zenfone 2 Deluxe im Test: Schönling für rutschige Hände

Das Asus Zenfone 2 Deluxe ist zwar prinzipiell baugleich mit der besten Variante des Zenfone 2, wir wollten aber im Test herausfinden, ob die prismenartig gestaltete Rückseite auch Vorteile bei der Handhabung hat.
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Asus Zenfone 2 Deluxe mit Originalverpackung und Zubehör
Asus Zenfone 2 Deluxe mit Originalverpackung und Zubehör
Auf der IFA hat Asus mit einem Smartphone-Produktfeuerwerk überrascht. Beim näheren Hinsehen zeigt sich allerdings, dass nicht jedes der neu vorgestellten Smartphones komplett neu entworfen wurde. Mitunter handelt es sich um Abwandlungen des bereits von uns getesteten Zenfone 2, mit denen spezielle Nutzergruppen angesprochen werden sollen.
Asus ZenFone 2 Deluxe

Das Asus Zenfone 2 Deluxe ist einer dieser Vertreter, der prinzipiell eine Variante des Zenfone 2 darstellt. Wir nehmen in diesem Kurztest daher nur die Unterschiede zum Zenfone 2 unter die Lupe und verweisen ansonsten auf den ausführlichen Test des Zenfone 2.

Was versteht Asus unter "Deluxe"?

Beim Blick auf das Datenblatt ist - verglichen mit dem Zenfone 2 erst einmal wenig Luxus zu sehen. Denn das Deluxe-Modell ist prinzipiell so ausgestattet wie die bestmögliche Ausstattungsvariante des Basismodells. Beide Modelle gibt es mit Intel Atom Quad Core Z3580 (2,3 GHz) und Z3560 (1,8 GHz) - uns stand wiederum die Modellvariante mit Z3580 zur Verfügung.

Der Hintergrund des Homescreens imitiert die Optik der Rückwand
Der Hintergrund des Homescreens imitiert die Optik der Rückwand
Während das Zenfone 2 mit 2 GB und 4 GB RAM erhältlich ist, sind im Deluxe-Modell immer 4 GB eingebaut. Beim Speicherplatz ist das Basismodell mit 16, 32, 64 und 128 GB zu haben, während das Deluxe mit 64 und 128 GB zu haben ist. Die restlichen Daten sind exakt identisch: Android 5.0 Lollipop, fest verbauter 3000-mAh-Li-Polymer-Akku, 5,5-Zoll-Display mit 1920 mal 1080 Pixel, Dual-SIM Dual Active und LTE auf allen hierzulande gebräuchlichen Frequenzen.

In einem kurzen Leistungscheck haben wir die Leistungsfähigkeit des Asus Zenfone 2 Deluxe überprüft und kamen auf ein vergleichbares Ergebnis wie beim Zenfone 2: Im Unlimited-Test von 3DMark erreichte das Deluxe 20 355 Punkte, während das Basismodell bei 20 301 Punkten praktisch gleichauf lag. Die Energiesteuerung beider Modelle warnt übrigens davor, wenn der Nutzer einen Energiesparmodus ausgewählt hat - dann bringt das Smartphone nicht die volle Leistung. Hierzu muss auf den Leistungsmodus gewechselt werden, der natürlich die Gesamtlaufzeit der Batterie verkürzt.

Die prismenartig gestaltete Rückseite: Interessant, aber aus Plastik
Die prismenartig gestaltete Rückseite: Interessant, aber aus Plastik

Prismenartige Rückseite schimmert bläulich

Eines der wichtigsten Unterscheidungsmerkmale des Zenfone 2 Deluxe war für die Konstrukteure sicherlich das Design der Rückwand. Denn diese ist - bei identischen Maßen wie beim Zenfone 2 - ganz anders gestaltet. Beim Zenfone 2 hatten wir bemängelt, dass die obere Hälfte mit dem Kameramodul ein Übergewicht hat und dass das Plastik-Gehäuse recht glatt und rutschig ist.

Beim Zenfone 2 Deluxe gibt es zwar immer noch das erwähnte Ungleichgewicht, dank der prismenartig gestalteten Rückseite liegt das Smartphone aber viel besser in der Hand. Im Test empfanden wir es als deutlich griffiger als beim Basismodell. Wir hatten den Eindruck, dass Asus sich bei der Gestaltung von einer Edelsteinschleiferei hat inspirieren lassen. Denn die Prismen reflektieren mit ihrer metallic-blauen Aufdampfung das Licht ähnlich abwechslungsreich wie ein schön geschliffener Edelstein.

Optik und Haptik stimmen - wie leider öfters bei Asus - allerdings nicht überein. Mit einer außergewöhnlichen Optik mag Asus zr urecht Werbung machen, nimmt man das Zenfone 2 Deluxe dann allerdings in die Hand, spürt man sofort, dass es sich um eine billige Plastik-Rückwand handelt. Auch beim leichten Draufklopfen klingt es sehr nach Kunststoff. Eindrücken lässt sich die Rückwand allerdings nicht und auch Spaltmaße sind uns keine aufgefallen.

Die Kameramodule dürften ebenfalls identisch sein mit denen des Zenfone 2 - dies zeigen auch die sehr ähnlichen Testfotos aus unserem Testlabor, die wir hier wieder in Originalgröße zeigen:

Hier ist wie beim Basismodell zu beobachten, dass die 13-Megapixel-Hauptkamera bei gutem Licht ordentliche, aber nicht perfekte Bilder schießt und dass bei schlechtem Licht die Kanten stark verschwimmen und das Bild stumpf wirkt - auch der braune Schleier über dem Bild deutet darauf hin, dass es dasselbe Kameramodul ist.

Das Dual-SIM-Active-Modul
Das Dual-SIM-Active-Modul

Fazit und Bewertung

Die Einzelnoten im Handy-Test:
  • Technische Ausstattung: 1,5
  • Bedienung, Handling, Software: 2
  • Hardware, Verarbeitung, Material: 1,5
  • Basis-Feature des Handys: 1,3
  • Einschätzung des Redakteurs: 2
  • Gesamtnote: 1,7
Das Asus Zenfone 2 Deluxe verdient seinen Namen maximal für die gute Hardware-Ausstattung und für die ungewöhnliche Optik der prismenartig gestalteten Rückseite. Der Beiname darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, das die Rückwand weiterhin aus günstigem Kunststoff besteht und das Handy praktisch baugleich ist mit der besten Ausstattung des Zenfone 2. Der Prozessor ist damit wieder ein echtes Kraftpaket und viele Nutzer werden das Dual-SIM-Active-Modul begrüßen, bei dem beide SIM-Karten stets gleichzeitig erreichbar sind. Zu schwach bleibt das etwas dunkle Display und auch die Überschwemmung mit vorinstallierten Apps hat Asus vom Basismodell übernommen.
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