Multifunktionell

Asus Padfone ausprobiert: Smartphone mit viel Zubehör

Android-Smartphone bietet eine Menge Möglichkeiten
AAA

Asus Padfone mit Android 4.0Asus Padfone mit Android 4.0 In Barcelona auf dem MWC 2012 hat der taiwansesische Hersteller Asus sein Padfone in einer funktionsfähigen Version vorgestellt. Das Konzept des Gerätes sieht vor, dass das Android-Smartphone mit viel ungewöhnlichem Zubehör neuen Nutzungsszenarien zugeführt wird. Asus bietet ein Tablet an, in das das Padfone hinten eingelegt wird, außerdem gibt es noch die von den Transformer-Tablets bekannte Tastatur, in die wiederum das Padfone-Tablet eingesteckt wird. Zu guter Letzt kommt noch ein Stylus dazu, mit dem auch telefoniert werden kann. Wir haben uns das Asus Padfone auf dem MWC aus der Nähe angesehen.

Asus Padfone (16GB)

Das Asus Padfone hat einen 4,3 Zoll großen Touchscreen, der 960 mal 540 Pixel auflöst. Es handelt sich hierbei um ein Super-AMOLED-Display, was sich auf den ersten Blick auch bei der Leistung bemerkbar macht - das Bild ist sehr hell und farbenfroh, ein von anderen Herstellern manches Mal sichtbarer Farbstich ist nicht zu erkennen. Das Gehäuse des Padfone ist aus Kunststoff, die Rückseite ziert ein schönes Muster. Das Handy läuft unter Android 4.0 Ice Cream Sandwich und wird von einem Dual-Core-Prozessor mit 1,5 GHz Taktfrequenz aus dem Hause Qualcomm angetrieben. Der interne Speicherplatz beträgt je nach Modell 16, 32 oder 64 GB, der Akku hat eine Kapazität von 1 520 mAh. Android läuft auf dem Asus Padfone damit wie erwartet flüssig und ohne nennenswerte Probleme, zusammen mit dem guten Display stellt sich ein ordentlicher erster Eindruck ein. In einem ausführlichen Test muss das Padfone allerdings noch beweisen, wie es um Dinge wie Sprachqualität, Akkulaufzeit und Alltagstauglichkeit geht.

Einlegen wie früher in den KassettenrekorderEinlegen fast wie früher in den Kassettenrekorder Nun kommt das Tablet an die Reihe. Eingelegt wird das Padfone über eine Klappe an der Rückseite. Ein wenig erinnert das an den guten, alten Kassettenrekorder, denn die Klappe ist aus schnödem Kunststoff gefertigt und ist mechanisch verriegelt. Ohne das eingelegte Handy hat das Tablet keinerlei Funktion, die komplette Rechenplattform sitzt im Smartphone. Allerdings bietet der interne Akku laut Hersteller eine vierfach längere Laufzeit, als das Handy alleine hätte, zudem gibt es ein größeres Display mit mehr Auflösung (10,1 Zoll und 1 280 mal 800 Pixel). Einmal in das Tablet eingesteckt funktioniert das Padfone auch hier sehr gut, der Touchscreen reagiert flott und präzise. Die Farben und Blickwinkelstabilität können sich ebenfalls sehen lassen, viel mehr ist zu der Tablet-Docking-Station für das Asus Padfone nicht zu sagen.

Neunfache Akku-Laufzeit mit Tastatur-Dock

Digitaler Stift mit Telefonfunktion und LadebuchseDigitaler Stift mit Telefonfunktion und Ladebuchse Neben dem bereits bekannten Tablet kündigte Asus auf dem MWC an, dass das Padfone eine zusätzliche Docking-Station mit Tastatur bekomme. Dabei handelt es sich um das Unterteil des Asus Transformer Pad, es lässt sich daher auch nur mit dem Padfone-Tablet verbinden, in das wiederum das Smartphone eingelegt werden muss, um das ganze Paket dann nutzen zu können. Betrachtet man das Gesamt-Konstrukt, stellt sich ein wenig der Gedanke an eine russische Matroschka-Puppe ein. In Sachen Funktionalität klappt aber alles wie erwartet, die einzelnen Teile rasten auch mit dem Tablet gut ineinander ein und funktionieren wie gewohnt. Nicht ausprobieren konnten wir das letzte Zubehör-Teil, den Stylus. Mit diesem lässt sich auf dem Display des Tablets schreiben und malen. Für den Fall, dass währenddessen ein Telefonanruf eingeht, kann dieser mit dem Stift angenommen werden, die Anbindung läuft über Bluetooth. Der Stylus fungiert dann als Telefon. Geladen wird der Stift, der natürlich für die Telefonfunktion auch Strom benötigt, über einen USB-Anschluss, der hinter einer Kunststoff-Klappe verborgen ist.

Es bleibt am Ende allerdings dann doch ein etwas gespaltener Eindruck des Asus Padfone zurück, und der liegt ausgerechnet an dem vielen Zubehör - denn so gut auch der erste Eindruck des Smartphones ausgefallen ist, stellt sich die Frage, wer das alles wirklich braucht. Zusätzliche Akkus, Schnittstellen und Displays sind zwar nett, werden aber im Alltag wohl eher zu Hause bleiben, während das Smartphone immer in der Hosentasche ist. Wer allerdings abends auf dem Sofa gerne noch ein wenig surft oder ein Spielchen wagt, könnte zumindest mit dem Tablet für das Padfone, vielleicht aber auch mit der zusätzlichen Tastatur durchaus glücklich werden.

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