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Asus Eee Slate EP121: Windows-Tablet im kurzen Test

Erfahrungen mit dem Eee Slate sind weitgehend positiv ausgefallen
AAA

Netbook-Pionier Asus schließt sich dem aktuellen Trend an und wird in den nächsten Monaten insgesamt vier Tablets auf den Markt bringen. Starten wird Asus nicht mit einem der drei Honeycomb-Modelle, sondern mit dem Windows-Tablet Eee Slate EP121, das im XL-Format von 12,1 Zoll daher kommt und ab Ende März für einen Preis von 999 Euro erhältlich sein wird. Wir haben uns das Asus Eee Slate EP121 in die Redaktion geholt und einem kurzen Test unterzogen.

Asus Eee Slate EP121

Asus Eee Slate EP121 mit Windows 7 und Intel Core i5Asus Eee Slate EP121 mit Windows 7 und Intel Core i5 Schon alleine optisch wird klar, dass das Eee Slate ein Tablet ist, das aus der Masse heraussticht. Das Slate wiegt mit 1,16 Kilogramm nur unwesentlich weniger als die meisten 10-Zoll-Netbooks, ist also schon aus Gewichtsgründen nicht so hochgradig mobil wie etwa das Samsung Galaxy Tab oder das Apple iPad. Dafür bietet das Asus-Tablet mit einer Auflösung von 1 280 mal 800 Pixel und 12,1 Zoll Bildschirmdiagonale aber auch viel Platz auf dem Display. Die Blickwinkelstabilität ist ebenfalls sehr gut, der Hersteller selbst spricht von 178 Grad. Mit 17 Millimeter ist das Eee Slate EP121 zudem alles andere als dünn geraten.

Die Eckdaten klingen mit Intel Core i5 als Prozessor, 4 GB DDR3-RAM und Windows 7 Home Premium eher nach einem Notebook als einem Tablet. Anstelle einer normalen Festplatte hat Asus eine 64 GB große SSD von Sandisk verbaut In Sachen Schnittstellen bietet das Eee Slate EP121 zwei USB-Ports, die hinter Kläppchen verborgen sind, sowie einen Mini-HDMI-Ausgang und einen Speicherkartenleser. Für die drahtlose Kommunikation stehen WLAN nach den Standards 802.11 b/g/n sowie Bluetooth 3.0 zur Auswahl, ein UMTS-Modem gibt es nicht.

Gute Hardware, nicht angepasste Software

Die virtuelle Tastatur belegt etwa ein Drittel des BildschirmsDie virtuelle Tastatur belegt etwa ein Drittel des Bildschirms Die Verarbeitung des Tablets ist durchaus gelungen. Der Rahmen des Tablets ist aus Aluminium und wirkt sehr stabil und hochwertig. Schalter und Kläppchen an den Seiten sind sauber eingepasst und wackeln oder klappern nicht. Die Rückseite des Eee Slate EP121 ist aus Kunststoff gestaltet und mit einer strukturierten Oberfläche versehen, die gut in der Hand liegt. Das Gewicht sorgt natürlich dafür, dass das Tablet nicht besonders lange und bequem mit einer Hand gehalten werden kann. An der oberen Längsseite sitzt der Lüfterausgang, der leise, aber hörbar und recht dauerhaft warme Luft aus dem Gehäuse schaufelt.

Das Tablet startet in rund 25 Sekunden und zeigt dann das normale Windows-Betriebssystem ohne eigene Anpassungen der Oberfläche. Das bringt die üblichen Schwierigkeiten mit, denn die vielen kleinen Schaltflächen von Windows laden nicht wirklich zur Bedienung mit den Fingern ein. Die Bildschirmtastatur lässt sich in zwei Varianten einblenden. Eine liegt über dem sichtbaren Bildschirminhalt und ist entsprechend unpraktisch. Über einen Knopf an der Oberseite des Tablets lässt sich aber auch eine virtuelle Tastatur einblenden, die den unteren Bereich des Bildschirms einnimmt und nur den Rest für sichtbare Inhalte übrig lässt. Damit verdeckt die Tastatur nichts, nimmt aber auch den halben Bildschirm für sich in Anspruch.

Der Stylus verschwindet hinter einer KlappeDer Stylus verschwindet hinter einer Klappe Neben dem Finger unterstützt das kapazitive Display des Eee Slate EP121 auch Eingaben mit einem Stylus. Diesen liefert Asus auch gleich mit, er steckt in einer kleinen Klappe an der Rückseite. Die Stifteingaben sind deutlich präziser als mit dem Finger und funktionieren sehr gut. Multitouch-Gesten funktionieren allerdings natürlich nur mit den Fingern. Hier wird allerdings wieder einmal deutlich, das Windows 7 einfach kein Touch-Betriebssystem ist: Pinch to Zoom beispielsweise funktioniert zwar, trotz der leistungsfähigen Hardware allerdings weder stufenlos noch ruckelfrei. Das können ausgewiesene Mobil-Betriebssysteme wie Android oder iOS einfach viel besser.

Erfahren Sie auf der zweiten Seite, wie das Eee Slate die Benchmark-Tests bewältigt hat, wie es um das Zuebhör für das Tablet bestellt ist und wie unsere Fazit ausgefallen ist.

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