Handy-TV

Telekom: ARD und ZDF als Vollprogramm bei Mobile-TV

EM-Spiele können so per Handy auch unterwegs ohne Datentraffic angesehen werden
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Die EM kann bei der Telekom auch über Mobile-TV verfolgt werden. (Symbolbild)Die EM kann bei der Telekom auch über Mobile-TV verfolgt werden. (Symbolbild) Die Deutsche Telekom wird ab heute die Programme von ARD und ZDF im Rahmen ihres Mobile-TV-Angebotes ausstrahlen. Das sagte ein Sprecher des Unternehmens gegenüber teltarif.de und verwies damit auf die Möglichkeit, dass auch die Spiele der heute in Polen und der Ukraine beginnenden Fußball-Europameisterschaft über das Handy geschaut werden können. Bislang waren die beiden Sender nur mit einzelnen Sendungen beim Mobile-TV-Angebot vertreten.

Mobile-TV der Telekom steht allen Kunden mit einem UMTS-fähigen Handy zur Verfügung, sobald sie sich im UMTS-Netz der Telekom befinden. Gebucht werden kann entweder ein Tageszugang für 2 Euro pro Tag oder ein Abo für 7,50 Euro im Monat. Enthalten sind dann nicht nur die Sender von ARD und ZDF, sondern auch weitere Sender, die die Telekom schon bislang in ihrem Angebot hatte. Dabei handelt es sich beispielsweise um Sat.1, ProSieben, n-tv und N24, aber auch Sender wie Eurosport, syfy und 13th Street. ARD und ZDF sollen auch über die EM hinaus im Angebot bleiben.

Mobile-TV verursacht keine Datenkosten

Alternativ zur Mobile-TV-App können die Spiele auch über die Apps von ARD und ZDF sowie Zattoo verfolgt werden, wobei sich Zattoo nur per WLAN nutzen lässt. Diese Angebote sind scheinbar kostenlos, berechnen doch weder die Sender noch Zattoo Kosten. Allerdings fällt bei den Apps von ARD und ZDF für die Übertragung des Signals per Mobilfunk zum Handy Datentraffic an. Dieser muss von den Kunden bezahlt werden, die Buchung eines großen Datenpaketes ist daher Grundvoraussetzung. Bei Mobile-TV der Telekom stellt sich dieses Problem nicht: In den genannten Grundkosten, die gleichermaßen für Vertrags- und Prepaid-Kunden gelten, sind die Kosten für den Datentraffic schon inklusive, so dass sich der Kunde hier keine Sorgen machen muss.

Bevor das Angebot gebucht wird, sollte sich der Kunde jedoch überlegen, wo er die Spiele per Handy verfolgen will. So dürften beispielsweise im Berliner Tiergarten im Herzen der Stadt die Kapzitäten für Fußball-Live-Übertragungen auf das Handy eng werden, weil auf der durch den Park führenden "Straße des 17. Juni" erneut eine Fanmeile errichtet wird. Die hier anwesenden Fußball-Fans dürften mit ihren Smartphones so viel Traffic verursachen, dass zusätzliche Livestreams in ruhigeren Ecken des Parks ruckeln dürften. Auch für den Zug ist Mobile-TV keine Alternative, da UMTS in den Zügen der Deutschen Bahn nicht unterstützt wird und immer nur wenige Minuten funktioniert.

Kunden anderer Netzbetreiber können auf die angesprochenen Apps Sender und Zattoo ausweichen oder aber verschiedene Apps nutzen, die keine Livestreams, dafür aber Live-Ticker anbieten. Wir haben diese Apps für Sie zusammengestellt. Zudem können Sie lesen, wie Sie die EM 2012 als Livestream im Internet verfolgen können.

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