Der insolvente nordamerikanische Telekommunikationsausrüster
Nortel streicht in
seinem Überlebenskampf weltweit weitere 3 200
Stellen. Der Abbau von mehr als zehn Prozent der noch verbliebenen
rund 30 000 Stellen soll in den nächsten Monaten erfolgen, teilte der
kanadische Konzern mit.
Geplant sind für die Sanierung zudem Einschnitte bei Gehältern und
der Verkauf von milliardenschweren Geschäftsfeldern. Nortel steckt
seit Mitte Januar in einem Insolvenzverfahren mit Gläubigerschutz und
will sich unter richterlicher Aufsicht gesundschrumpfen.
Weitere Stellenstreichungen gelten als wahrscheinlich. Zu seinen
Hochzeiten rund um das Jahr 2000 beschäftigte der Konzern einmal mehr
als 90 000 Mitarbeiter. Das Unternehmen kämpft seit langen mit großen
Schwierigkeiten. Auf dem Konzern lastet ein milliardenschwerer
Schuldenberg.
Eine Insolvenz mit Gläubigerschutz nach US-Recht (Chapter 11)
bietet notleidenden Unternehmen die Chance zur Rettung über
drastische Einsparungen, neue Kreditkonditionen und frisches Kapital.
Fast alle großen US-Fluggesellschaften haben bereits einen solchen
Sanierungsweg hinter sich.