Der Bonner Netzbetreiber
T-Mobile
hat traditionell den zweiten Tag des Mobile World Congress
genutzt, um zahlreiche Neuigkeiten für seine Mobilfunkkunden in aller Welt
zu präsentieren. Hamid Akhavan, Chef von T-Mobile International,
hat dabei nicht nur neue
MDA-Smartphones,
sondern auch eine neue Version des web'n'walk-Dienstes und
neue Netbooks gezeigt, die wir in den folgenden zwei Seiten
im Detail beleuchten wollen.
Widgets dominieren web'n'walk der vierten Generation
T-Mobile hat heute auf dem
Mobile World Congress
eine neue Generation des web'n'walk-Dienstes vorgestellt.
Sichtbarste Neuerung der vierten Generation sind Widgets,
also kleine Anwendungen, die mit einem Klick oder Touch
geöffnet werden können und nach einmaliger Anmeldung
und Authentifizierung ohne erneute Eingabe von
Benutzernamen und Passwort starten und arbeiten.
T-Mobile hat hier das von Apples iPhone und Googles Betriebssystem Android
bekannte Konzept auf eine breite Reihe von
Endgeräten verschiedenster Hersteller
wie z. B. Nokia,
Samsung und Sony Ericsson
überführt. Das Konzept soll nach Anbieterangaben nicht
nur auf den jeweils teuersten und aktuellsten Geräten, sondern
auch auf Geräten der Mittelklasse funktionieren.
Die Nutzer können die Widgets und Anwendungen
passend zu den eigenen persönlichen Bedürfnissen
personalisieren. Die Widgets informieren den Nutzer
sobald neue Nachrichten, Updates oder andere Neuigkeiten
vorliegen - unabhängig davon, ob sich das Handy im Normal-
oder Standby-Betrieb befindet. T-Mobile hat zum Start
bereits etwa 100 Partner ausgewiesen.
Hierzu zählen beispielsweise YouTube, Google Maps, Amazon, eBay, Facebook und
StudiVZ. Die Widgets sollen zunächst nicht
von einer offenen Entwicklercommunity gestaltet und
entwickelt werden können, T-Mobile will hier vorerst die Kontrolle behalten.
Der Netzbetreiber erwartet trotzdem mit den Widgets etwa
25 Prozent der Internetaufrufe abzudecken,
im Bereich E-Commerce gar 80 Prozent.
T-Mobile wird die neue Version von web'n'walk im
Frühjahr in Deutschland sowie Österreich, Niederlande und
England auf den Markt bringen. Zunächst wird das System auf
Smartphones mit Touchscreen,
wie etwa dem MDA Compact IV und dem
MDA Vario IV, erhältlich sein. Der
weitere Rollout wird dann im Jahresverlauf 2009 folgen.