Der
Smartphone-Hersteller
Palm
wird sein bisheriges
Betriebssystem Palm OS nicht weiter
entwickeln. Auch sollen keine neuen
Handys mehr mit Palm OS
auf den Markt kommen. Das hat der Chef des Unternehmens, Ed Colligan, auf einer
Investoren-Konferenz bekannt gegeben.
Das Palm Centro war somit das letzte Smartphone auf Basis
des traditionsreichen Betriebssystems für mobile Endgeräte. Zuletzt setzte der Hersteller
unter anderem auch auf Windows Mobile, nun steht das neue
Betriebssystem webOS in den Startlöchern, das bereits beim auf
der CES zu Jahresbeginn angekündigten
Palm Pre zum Einsatz kommt.
Rund 100 000 Zusatz-Programme für Palm OS verfügbar
Das Aus für Palm OS bedeutet auch das Ende für rund 100 000 Anwendungen,
die Entwickler für das Smartphone-Betriebssystem geschrieben haben. Die Tools sind mit
dem neuen webOS
nicht kompatibel. Palm hofft, dass viele Software-Programmierer auch für
webOS Applikationen programmieren werden. Dabei will der Hersteller auch eine zentrale
Plattform bieten, über die die Kunden Zusatz-Programme nachkaufen können.
Palm gilt als Pionier im Bereich der mobilen Endgeräte. Der Hersteller geriet in den
letzten Jahren in die Krise, nachdem das Unternehmen seit geraumer Zeit nicht mehr mit
wirklichen Innovationen aufwarten konnte. Palm OS gilt zwar noch immer als gut, aber
hoffnungslos veraltet.
Konkurrenten haben sich weiter entwickelt
Andere Smartphone-Betriebssysteme wie Symbian und Windows
Mobile wurden dagegen sukzessive weiterentwickelt. Blackberry,
das früher ausschließlich auf Geschäftskunden fokussiert wird, hat in sein Betriebssystem
nun auch Multimedia-Features integriert, um damit verstärkt auch private Anwender zu
erreichen.
Zudem sind mit dem beim Apple iPhone genutzten Mac OS
und mit Google Android neue Konkurrenten auf
dem Markt. Dabei ist Android für die Hersteller interessant, zumal es sich um eine offene
Plattform handelt. Kein Wunder also, dass nach dem T-Mobile G1
schon jetzt zahlreiche weitere Android-Handys angekündigt wurden, die in den nächsten
Monaten auf den Markt kommen.
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