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Iridium-Satellit bei Kollision mit Weltraumschrott zerstört12.02.2009
10:47 Kurzzeitige Störungen im Iridium-Netz möglich
Gefahrenquelle Satellitenschrott: Beim Zusammenprall eines US-Satelliten mit einem ausgedienten russischen Satelliten hunderte Kilometer über der Erde ist der US-Flugkörper zerstört worden. Die US-Betreiberfirma Iridium teilte mit, sie habe einen Kommunikationssatelliten verloren. Die Kollision sei ein "äußerst ungewöhnliches" und selten vorkommendes Ereignis gewesen. Der Zusammenprall gilt als einer der ersten derartigen Vorfälle im All. Satellitenschrott könnte aber auch die Internationale Raumstation (ISS) treffen.
Wie Space News unter Berufung auf die US-Raumfahrtbehörde NASA berichtet prallte der 900 Kilogramm schwere russische Satellit "Cosmos 2251" mit dem 560 Kilogramm schweren Iridium-Satelliten in 790 Kilometern Höhe über Sibirien zusammen. Die NASA überwache seitdem zwei große Weltraumschrottbereiche. Die Washington Post zitierte ein NASA-Dokument, demzufolge ein leicht erhöhtes Risiko für die ISS bestehe, von Satellitenschrott getroffen zu werden. Dieses Risiko halte sich aber "in akzeptablen Grenzen". Die ISS befindet sich in nur 354 Kilometern Höhe, also deutlich unter dem Bereich, in dem die beiden Unglückssatelliten zusammenprallten. Ein NASA-Sprecher sagte, der Schrott werde sich ausbreiten, weshalb die ISS möglicherweise ein Ausweichmanöver starten müsse. Dazu sei die Raumstation aber in der Lage, dies sei ihr bereits in acht Fällen gelungen. Der zerstörte US-Satellit werde binnen 30 Tagen durch einen bereits im All befindlichen Ersatzsatelliten ausgetauscht, erklärte Iridium Satellite. Zwischenzeitlich könne es zu kurzen Kommunikationsstörungen und -ausfällen kommen. Nach eigenen Angaben betreibt Iridium Satellite 66 Kommunikationssatelliten sowie mehrere Ersatzsatelliten im All. Die Firma betonte, die Kollision sei nicht auf technisches Versagen bei dem Iridium-Satelliten zurückzuführen. Seit die Sowjetunion im Jahr 1957 mit "Sputnik 1" den ersten künstlichen Satelliten gestartet hatte, wurden rund 6 000 Stück ins Weltall gebracht. Derzeit sind nach NASA-Angaben noch etwa 3 000 in Betrieb. Marie-Anne Winter / AFP
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