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Studie: Nutzung des mobilen Internets hat sich verdoppelt

Jeder fünfte Internetnutzer surft bereits mobil
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Die Internet-Nutzung auf dem Handy ist nach Einschätzung von Experten dank benutzerfreundlicher Telefone und Daten-Flatrates auf dem Weg zum Massenmarkt. "Beides war eine große Hemmschwelle", sagt Telekom-Experte Nikolaus Mohr von der Beratungsgesellschaft Accenture. Die Nutzung des mobilen Internets bei Besitzern von Smartphones sei noch einmal deutlicher gestiegen als mit klassischen internetfähigen Handys. 41 Prozent derjenigen, die ein Touchscreen-Handy besitzen, und 59 Prozent der Handy-Kunden mit Flatrate-Tarif surften bereits täglich. "Die Benutzeroberfläche stimuliert die Nutzung", sagt Mohr, die Deckelung der Kosten durch Flatrates sei aber ebenso wichtig.

Dabei gehen laut der Erhebung "Mobile Web Watch 2009" von Accenture inzwischen rund 7,7 Millionen Handybesitzer in Deutschland mit ihrem Mobiltelefon auch ins Internet - rund doppelt so viele wie im Jahr zuvor. Damit surft fast jeder fünfte Internetnutzer auch mobil. Allerdings hätten es die Kunden gern noch günstiger, schneller und bequemer: 63 Prozent derjenigen, die bereits mit ihrem Handy im Internet unterwegs sind, würden es intensiver nutzen, wenn Flatrates günstiger wären. 54 Prozent würden noch mehr surfen, wenn die Verbindungen schneller wären. Zwei von fünf Nutzern würden unterwegs mehr Zeit im Netz verbringen, wenn die Seiten übersichtlicher und die Handys einfacher zu bedienen wären.

Nutzung von Instant Messaging steigt

In der Hauptsache wird mobiles Internet noch immer zur Informationsbeschaffung genutzt. Nur die jüngeren Anwender fragten verstärkt Anwendungen wie Musik-Downloads, Seiten von sozialen Netzwerken oder Spiele nach, sagt Mohr. Besonders auffällig sei die steigende Anwendung von Instant Messaging statt SMS. "Die junge Zielgruppe überträgt ihr Verhalten aus dem Internet, außerdem bieten neue Geräte eine vereinfachte Nutzung", erklärt Mohr den Trend.

Mit der Zahl der Angebote steigen aber auch die Sicherheitsbedenken. Rund 76 Prozent der Befragten würden Verschlüsselungstechnologien befürworten, 71 Prozent würden sich mit einer Firewall besser fühlen. "Von der grundsätzlichen Entscheidung wird das nicht abhalten, die Bedenken sind aber vorhanden", sagt Mohr. Bestimmte Dienste wie Online-Banking werden aber seiner Meinung nach immer skeptischer betrachtet werden.

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