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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | teltarif.de | 20.03.2010 |
Der Geschäftsführer des Verbands der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM), Jürgen Grützner, hält das Problem der "weißen Flecken" in Deutschland, also Gebieten ohne Breitband-Anbindung, "grundsätzlich für gelöst." Diese Regionen könnten künftig durch die digitale Dividende - die Nutzung frei werdender Rundfunkfrequenzen - mit Breitband-Internet versorgt werden, so Grützner auf der Fachtagung "Telecom Trends" in Düsseldorf.
Grützner sieht auch unter den Anbietern einen übergreifenden Konsens, flächendeckend entsprechende Lösungen anzubieten. Sinnvoll sei ein zentrales Angebot, das vor Ort durch lokale Anbieter realisiert werde. Dr. Ralf Heublein vom Verband deutscher Kabelnetzbetreiber ANGA sieht die Nutzung ehemaliger Rundfunkfrequenzen hingegen kritisch. Die Einstrahlung von LTE- oder UMTS-Sendern könne zu Störungen im Kabelnetz führen, selbst die Einstrahlung in doppelt geschirmte Kabel und Netzelemente wie TV-Tuner oder Set-Top-Boxen im Haushalt sei möglich und könne den Fernsehempfang dadurch erheblich stören. Letztlich bleibt nach wie vor die Tatsache, dass die öffentlich-rechtlichen Sender ihre Frequenzen nicht freiwillig beziehungsweise ohne Kompensation freigeben wollen. Der Chef der europäischen Rundfunkunion und der frühere WDR-Intendant Fritz Pleitgen sieht weitere Verwendungsmöglichkeiten der Frequenzen für neue Angebote. Bei der Liberalisierung der Frequenzen dürfe der Rundfunk nicht abgehängt werden.
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