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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 12.02.2012 |
Freifunk-Initiativen wollen Internet per WLAN für alle24.01.2009
12:05 Jeder kann helfen, mit gemeinnützigen Initiativen WLAN-basierte Funknetze aufzubauenInhaltsverzeichnis:1. Netzwerk-Ressourcen teilen: Mit freien WLAN-basierten Funknetzen kostenlos ins Internet2. Freifunk-Netzwerke: Optimierte Funktechnik und persönlicher Einsatz 3. Rechtslage: Teilnehmer sollen zu Mini-Internet-Provider werden
Freie Funknetze finden immer größere Verbreitung. Die nicht-kommerziellen Freifunk-Initiativen haben große Ideale: Jeder Mensch soll überall unbeschränkten Zugriff auf das Internet haben. Dadurch soll eine digitale Wissenskluft verhindert und ein Näherrücken in der digitalen Welt gefördert werden. Auch sollen sich die Netzwerker durch gemeinsame Treffen im realen Leben persönlich kennen lernen. Nichtsdestotrotz kann die Initiative einzelner freier Netzwerke auch rein technischer Natur sein, beispielsweise wenn ganze Straßenzüge oder Ortsteile nicht an das DSL-Breitbandnetz angeschlossen werden können.
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Es klingt nach einer schöneren Welt, in der Menschen schnell, einfach und möglichst ohne Kosten miteinander kommunizieren können. Um diese zu verwirklichen, haben sich Internet-Enthusiasten in freien Netzwerken zusammengeschlossen. In diesen Netzwerken teilen sie ihre Internet-Anschlüsse per WLAN mit anderen. Geplant und ausgebaut werden die Netzwerke dann gemeinsam bei regelmäßigen Treffen. Dort werden nicht nur die nächsten Schritte besprochen, sondern auch kostenlose Technik-Seminare gehalten. Das alles hört sich ein wenig nach Wikimedia und Open Source-Philosophie an – und das ist es auch. Blickt man ins Umfeld der freien Netzwerk-Aktivisten, sieht man dort viele Wikimedia-, Barcamp- und Open-Source-Bekannte. Eine Berliner Initiative trifft sich beispielsweise im c-base, das auch regelmäßig von Wikimedia Deutschland genutzt wird und als fester Anlaufpunkt der Berliner Alternativ-Szene gilt. Andererseits existieren in ländlichen Gebieten auch sehr viele Zweckbündnisse, die ihre Internet-Anschlüsse als Nachbarschaftshilfe miteinander teilen. Netzwerktechnik für den FreifunkEin schlecht konfigurierter WLAN-Router, in den sich Dritte ohne Kenntnis des Besitzer einwählen können, wird umgangssprachlich als offenes Netzwerk bezeichnet. Dies ist im Zusammenhang mit freien Funknetzwerken aber nicht gemeint und wird auch von den freien Funknetzwerk-Initiativen weder beabsichtigt noch gewünscht. Das Cracken schlecht konfigurierter WLAN-Router wird in diesen Kreisen als kriminelle Handlung gesehen und nicht toleriert. Vielmehr soll mit freien Funknetzwerken eine Infrastruktur geschaffen werden, in der Teilnehmer ihre Netzwerk-Ressourcen freiwillig und bewusst mit anderen teilen. Gelöst wird dies in Form einer vermaschten Netzwerk-Architektur, in die sich jeder bei Bedarf einwählen kann. Laien können sich ein vermaschtes Netzwerk wie ein großes Treibnetz vorstellen: Jeder einzelne Netzknoten des Treibnetzes symbolisiert dabei einen Teilnehmer, der Daten senden und empfangen kann. Möchte nun dort nun jemand Daten senden, sucht sich der Datenstrom immer den schnellsten Weg zum Ziel. Dabei wandert der Datenstrom über die anderen Teilnehmer, die ebenfalls alle Daten senden und empfangen können. Das Besondere bei freien Funknetzwerken ist dabei, dass sich die Teilnehmer sowohl in Zahl als auch Qualität schnell und häufig ändern. Beispielsweise schalten gerade noch aktive Teilnehmer ihren Router aus oder mehrere neue Teilnehmer wählen sich plötzlich ins Netzwerk ein. Andere Teilnehmer wiederum mit langsamen Datendurchsätzen eignen sich nur selten als Zwischenstelle zur Datenübermittelung. Dieser Umstand wird bei der Technik der freien Funknetzwerke berücksichtigt. Welche Technologie hinter den Freifunk-Netzen steckt und wie man selbst daran teilnehmen kann, lesen Sie auf der nächsten Seite.
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