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Tipps für den Kauf eines Routers
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| Welcher Router eignet sich für welchen Nutzer? |
20.01.2009 11:36 |
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Bestenfalls muss sich sein Besitzer
nur zweimal eingehender mit ihm beschäftigen - vor dem Kauf und bei
der Inbetriebnahme. Die Rede ist vom Router, der das heimische
Netzwerk mit dem Internet verbindet, und der vor seinem Dienstantritt
ordentlich konfiguriert sein will. Seine Aufgabe ist es, Anfragen des
PCs ins Internet und Datenpakete aus dem Internet an
einen oder mehrere Computer weiterzuleiten. Nun gibt es Router jedoch in ganz
verschiedenen Ausführungen, weshalb es sinnvoll ist, sich vor dem
Kauf ein paar Gedanken zu machen.
Leicht einzurichten muss er sein

Zunächst sind zwei Dinge zu überlegen: Zum einen gilt es zu
klären, ob bereits ein Modem vorhanden ist. Ist dies nicht der Fall, kann es
sinnvoll sein, einen Router mit integriertem DSL-Modem zu kaufen. Zweitens
steht die Entscheidung an, ob der Router auch WLAN, also kabellosen
Internetzugang per Funk, ermöglichen soll. Der Preisunterschied
zwischen Routern mit und ohne WLAN sei allerdings gering, sagt Johannes Endres
von der in Hannover erscheinenden Computerzeitschrift c't.
Fällt die Entscheidung auf einen WLAN-fähigen Router, sollte bedacht werden, dass die
Internetverbindung per Funk grundsätzlich nicht so flott ist wie die
per Kabel. Zudem handelt es sich bei den von den Herstellern
angegebenen Übertragungsgeschwindigkeiten um Brutto-Angaben, die in
der Praxis bei weitem nicht erreicht werden.
Wer Wert auf eine besonders gute WLAN-Verbindung legt, dem rät
Stefan Rojacher, Sprecher des Router-Herstellers Netgear in München,
zu einem Dualband-Router, der sowohl im 2,4- als auch im
5-Gigahertz-Frequenzband funken kann. "Das Fünf-Gigahertz-Band wird
weniger genutzt und ist auch weniger störungsanfällig."
Einige Router bieten zusätzliche Ausstattungsmerkmale wie
beispielsweise einen USB-Anschluss oder eine integrierte Festplatte.
"Das ist zwar ganz in Ordnung, um gelegentlich mal Daten
auszutauschen", sagt Johannes Endres. Anwender dürften jedoch nicht
erwarten, dass der Router diese Daten so schnell liefert wie ein
richtiger Server. Schon eher empfehlenswert sind Router, die auch eine Telefonanlage enthalten. "Das
ist sinnvoll, wenn man übers Internet telefonieren möchte."
Endres rät zudem, beim Kauf darauf zu achten, dass das Gerät eine
möglichst einfache grafische Benutzeroberfläche mitbringt. "Vielen
Nutzern ist es auch wichtig, dass die Texte in deutscher Sprache
verfasst sind." Denn der beste Router nützt wenig, wenn man ihn nicht
selbst einrichten und problemlos bedienen kann.
WLAN-Router bergen Sicherheitsrisiken

Ein WLAN-Router ist zwar praktisch, weil er das Kabel zwischen
Rechner und Router erspart. WLAN erfordert jedoch besondere Vorsicht.
Laut Endres sind drei Punkte zu beachten, um das heimische Netzwerk
vor Eindringlingen zu schützen: Erstens muss die WPA- oder
WPA2-Verschlüsselung aktiviert und auch mit einem guten, sprich einem
langen und schwer zu erratenden, Passwort versehen werden.
Zweitens sollte auch der Router selbst mit einem Passwort
gesichert werden, das immer dann eingegeben werden muss, wenn jemand
auf die Router-Software zugreifen möchte - beispielsweise, um etwas
zu konfigurieren.
Drittens rät Experte Endres, die Fernkonfiguration
abzuschalten. "Die ist dazu gedacht, dass Netzwerktechniker von außen
zugreifen können. Sie stellt aber auch ein Sicherheitsrisiko dar und
sollte eigentlich ab Werk ausgeschaltet sein." Nur wenige Geräte
werden schon vom Hersteller so konfiguriert, dass die genannten drei
Sicherheitsanforderungen erfüllt sind.
Wird der Router zum ersten Mal in Betrieb genommen, sollte das
WLAN deaktiviert und der Router per Kabel mit dem Computer verbunden
sein, rät Matthias Gärtner vom Bundesamt für Sicherheit in der
Informationstechnik in Bonn. "Ein gutes Passwort ist ganz wichtig -
man sollte aber auch den vom Hersteller vorgegebenen Anmeldenamen
ändern." Viele Nutzer stellen ihren Router so ein, dass der
Netzwerkname des WLAN-Netzes nicht sichtbar ist. Doch das bringt laut
Endres keine zusätzliche Sicherheit. "Es kann außerdem lästig für
diejenigen sein, die das Netzwerk nutzen."
Generell schützt ein Router die Rechner, die sich dahinter im
Heimnetzwerk befinden, vor Angriffen von außen. "Der Router als
solcher ist eine Firewall", sagt Endres. Das entbindet den Nutzer
aber nicht von der Aufgabe, sich lokal auf seinem Rechner um
"Angriffe von innen" zu kümmern, also etwa Viren und Trojaner mit
einem Virenschutzprogramm aufzuspüren und unschädlich zu machen.
Wem es nicht gelingt, die WLAN-Verschlüsselung einzurichten, der
sollte keinesfalls unverschlüsselt surfen, warnt Gärtner. "Im Zweifel
ist es besser, erst einmal das Kabel zu nutzen und sich beim
Konfigurieren des WLAN helfen zu lassen."
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