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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 14.02.2012 |
Chinesischer Hersteller verkauft Blackberry-Plagiat17.01.2009
13:07 Smartphone namens Blueberry L900i kostet 165 US-Dollar
Chinesische Billig-Kopien aktueller Handys sind nichts Neues.
Fast alle namhaften Hersteller haben mit Plagianten aus dem Reich der Mitte zu
kämpfen, die dem Original oft täuschend ähnlich sehen, dabei aber einen in der Regel
deutlichgeringeren Funktionsumfang bieten. Aktuell gibt es mit dem Blueberry L900i
im Onlineshop von Chinagrabber
ein Smartphone, bei dem nicht nur der Name,
sondern auch das äußere an einen Blackberry von
RIM erinnert.
Fairerweise weist der Online-Händler immerhin in seinem Shop darauf hin, dass
es sich um kein RIM-Produkt handelt. Dabei sieht das Gerät dem Blackberry
Bold durchaus ähnlich. In einem Punkt
ist das Plagiat dem Original sogar überlegen: Das China-Handy nimmt gleich
zwei SIM-Karten auf, die gleichzeitig im Netz eingebucht
sind und die demnach parallel genutzt werden können.
Mobiles Internet nur über GPRSDamit enden aber auch schon die Vorteile des L900i, denn statt UMTS und HSDPA bietet das Gerät lediglich GPRS. Statt einem vollwertigen Internet-Browser gibt es nur WAP und im GSM-Bereich werden nur die Frequenzbereiche um 900 und 1800 MHz unterstützt. Auf dem amerikanischen Kontinent, wo GSM vor allem auf 850 und 1900 MHz veranstaltet wird, ist das Handy somit nahezu nutzlos. Der E-Mail-Pushdienst von RIM ist mit dem Nachbau naturgemäß nicht nutzbar. Dafür werden sich Multimedia-Fans über den integrierten MP3- und Video-Player freuen. Für ausreichend Speicherplatz können die Nutzer durch den Einsatz von Speicherkarten sorgen. Hierbei wird das microSD-Format unterstützt. VGA-Kamera und polyphone KlingeltöneZu den weiteren Features gehören ein UKW-Radio, eine Digitalkamera, die allerdings nur Aufnahmen in VGA-Qualität ermöglicht, und polyphone Klingeltöne. Für Verbindungen zu anderen Geräten - zum Beispiel zum PC - stehen eine USB-Schnittstelle und der Bluetooth-Standard zur Verfügung. Das Display bietet QVGA-Auflösung und die Darstellung von bis zu 260 000 Farben. Der Blueberry ist 116 mal 62 mal 13 Millimeter groß. Er hat eine englische Menüführung, die nicht auf Deutsch umgestellt werden kann. Das Gerät kostet 164,99 US-Dollar. Das sind umgerechnet knapp 125 Euro. Dazu kommen die Kosten für den Einfuhrzoll, wenn das Telefon, dessen Funktionsumfang allerdings nicht überzeugen kann, nach Deutschland geliefert wird.
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