Der
angeschlagene US-Handyhersteller
Motorola
streicht nach einem Quartalsverlust weitere 4 000 Arbeitsplätze. Der
Stellenabbau solle sofort beginnen, teilte Motorola gestern nach US-Börsenschluss mit. Erst im vergangenen Quartal hatte
Motorola bereits die Streichung von 3 000 Jobs angekündigt. Beide
Kürzungswellen sollen in diesem Jahr zusammen mit anderen Maßnahmen
eine Ersparnis von 1,5 Milliarden Dollar bringen, hieß es.
Motorola hatte es
nicht geschafft, einen ansprechenden Nachfolger
für sein Erfolgsmodell
RAZR zu entwickeln. Absatz und Marktanteil
brachen in den vergangenen Jahren ein, das Unternehmen kämpft mit
Verlusten, der aktuelle Abschwung des Marktes macht die Lage noch
schlimmer. Der Plan, die Handy-Sparte abzuspalten und als
eigenständiges Unternehmen zu etablieren, wurde vorerst von der
Finanzkrise gestoppt.
Zu den Zahlen des Schlussquartals lieferte Motorola nur vage
vorläufige Angaben. Der Verlust habe im fortgeführten Geschäft bei 7
bis 8 US-Cent je Aktie gelegen. Das Minus gehe größtenteils auf
Abschreibungen und den Unternehmensumbau zurück und könne am Ende
noch höher ausfallen. Der Umsatz habe zwischen 7 und 7,2 Milliarden
Dollar betragen. Es seien 19 Millionen Handys verkauft worden.
Genauere Zahlen will Motorola am 3. Februar vorlegen.
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