Streit um Handy-Pleite: BenQ-Manager sollen zahlen
14.01.2009 09:14
Insolvenzverwalter fordert Schadensersatz aus Privatvermögen
Ehemalige Top-Manager des insolventen
Handyherstellers BenQ Mobile und seiner taiwanesischen Mutter sollen mit eigenem Vermögen für die Pleite des deutschen Milliardenkonzerns
haften. Insolvenzverwalter Martin Prager fordert nach Informationen
der Süddeutschen Zeitung von mehreren Ex-Managern
Schadensersatz in Millionenhöhe.
Damit eskaliere der Streit um eine der größten Insolvenzen in
Deutschland. Gut zwei Jahre nach dem Aus der ehemaligen
Siemens-Handysparte unter dem Dach des taiwanesischen BenQ-Konzerns
könnten frühere Spitzenmanager nun vor deutschen Gerichten landen.
Prager habe, so verlautete aus Justizkreisen, drei taiwanesische
Spitzenmanager verklagt: Ex-Geschäftsführer David Wang, den damaligen
BenQ-Finanzchef Alex Liou und den früheren Vizechef des
Gesamtkonzerns, Jerry Wang.
Für die drei Taiwanesen könnte die Pleite dem Bericht zufolge
teuer werden: Prager fordert den Angaben zufolge von jedem einzelnen
Manager 28 Millionen Euro Schadenersatz. Möglicherweise müssten in
dem Fall weitere ehemalige Manager mit Post rechnen, heißt es in
Justizkreisen. Offen blieb zunächst, ob auch auf den Ex-Chef von BenQ
Mobile, Clemens Joos, Millionenforderungen des Insolvenzverwalters
zukommen.