Konkurrenz

Netcologne und Accom wollen Telekom Muskeln zeigen

"Offensiver Ausbau des Glasfasernetzes" in Aachen geplant
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Die Telekommunikationsdienstleister Accom (Aachen) und Netcologne (Köln) wollen als Joint Venture zur ernsthaften Konkurrenz für die Telekom im Raum Aachen werden. Durch die Zusammenführung der Netze, besseren Service und den gemeinsamen Netzausbau wollten sie im Großraum Aachen die Nummer 1 werden, teilten die Partner heute in Aachen mit. Die 85 Beschäftigten sollen nach dem Start des neuen Unternehmens am 1. April zunächst einen Umsatz von 40 Millionen Euro erwirtschaften. Die Accom geht komplett in die Kooperation ein, die Netcologne mit einem Teilbetrieb. Der neue Name des Unternehmens stehe noch nicht fest.

Das Aachener Energieunternehmen Stawag wird demnach 16 Prozent der Anteile halten, Netcologne 84 Prozent. Die Partner kündigten einen offensiven Ausbau des Glasfasernetzes in der Region mit einer Investition von bis zu 25 Millionen Euro in den nächsten vier bis fünf Jahren an. Die Stawag werde den Ausbau übernehmen und die Leitungen an den Partner verpachten. Der Regionalanbieter Netcologne verspricht sich von der Partnerschaft eine noch größere Kundennähe.

Accom und Netcologne sind indirekt in städtischer Hand. Die Accom erwirtschaftete in 2007 mit 65 Beschäftigten einen Umsatz von 12 Millionen Euro ausschließlich im Geschäftskundenbereich. Netcologne versorgte 2007 in Köln, Aachen und Bonn 500 000 Privat- und Geschäftskunden und erwirtschaftete einen Umsatz von 281 Millionen Euro.