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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 14.02.2012 |
Editorial: Callthrough - Callback - Call weg?04.01.2009
17:52 Vom Werden und Sterben neuer Anbieter
Die Spartricks Callthrough und
Callback sind wahrscheinlich fast
so alt wie das Telefonieren selber. Auf jeden Fall gibt es sie schon
seit Jahrzehnten. Dennoch schaffen es Anbieter entsprechender Dienste
immer wieder, sich als die ersten darzustellen,
als hätten sie diese Sparmöglichkeiten überhaupt erst erfunden. Dabei
haben sie allenfalls eine Nuance verbessert, wenn überhaupt.
Einer der ganz großen Welt- oder zumindest Telekommunikationsverbesserer der letzten Jahre, die Dolphin Telecom, ist nun, nur gut ein Jahr nach dem Start, bereits wieder sang- und klanglos untergegangen. Offensichtlich war das Produkt doch nicht so gut wie sein Marketing, das mit "Günstiger telefonieren als es Vodafone erlaubt" oder "Handy-Flatrates unter Betrugsverdacht" warb. Immerhin muss man Dolphin zugute halten, dass sie versucht haben, mit einer Handy-Software die von vielen Nutzern als kompliziert empfundene Bedienung von Callthrough und Callback zu vereinfachen. Doch zumindest die Java-Variante der Software verlangt vom Nutzer eine Änderung seines Verhaltens, da er die Software und nicht mehr die gewohnten Handy-Menüs verwenden muss, um einen Ruf aufzubauen. Je komplexer aber die Anforderung an Installation und Bedienung, desto eingeschränkter ist die mögliche Zielgruppe. Hinzu kommt dann, dass auch Dolphin nicht die Gesetze des Marktes außer Kraft setzen kann, und für eine Verbindung von Handy zu Handy eigene Vorkosten in mindestens doppelter Höhe des Interconnect-Tarifs hat. Inklusive Mehrwertsteuer ergeben sich so ca. 20 Cent pro Minute. Damit ist kein Blumentopf zu gewinnen, wenn zahllose Discountern Gespräche in alle Netze unter 10 Cent pro Minute anbieten, und das einfach per Wechsel der SIM, ohne komplizierte Einwahlprogramme. Sicher erspart ein Service wie der von Dolphin solchen Nutzern eine Menge Geld, die häufiger vom Handy ins Ausland telefonierten. Doch auch diese Kunden haben Alternativen, von SIM-Karten spezieller Auslands-Discounter bis zur Eigenlösung: Ruft man vor allem eine (oder einige wenige) Nummer im Ausland häufiger vom Handy aus an, legt man einfach von einer inländischen Festnetznummer (z.B. zusätzliche MSN beim ISDN-Anschluss, speziell geschaltete VoIP-Rufnummer etc. pp.) eine feste Rufweiterleitung auf die Auslandsnummer. Und schon telefoniert man zum Inlandstarif, zuzüglich der geringen Kosten für die Festnetz-Weiterleitung. Und wer eine Fritz-Box sein eigen nennt, kann die Callthrough-Funktion mit ein paar Mausklicks aktivieren, ohne sich bei einem kaum bekannten Anbieter anmelden oder Prepaid-Guthaben einzahlen zu müssen. So einfach kann Callthrough sein. Weitere Editorials
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